Am Dienstag, 31. März, um 19.20 Uhr wurde ein über 80-Jähriger von einem bislang unbekannten Täter angerufen. Dieser gab vor, ein Amtsträger zu sein und behauptete, dass der Sohn des über 80-Jährigen einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht hätte. Der Täter forderte den Senior auf, zur Entlassung seines Sohnes eine Kaution zu hinterlegen.
Der über 80-Jährige erkannte sofort, dass es sich um eine Betrugsmasche handelte und verständigte parallel telefonisch den Polizeinotruf 110. Nachdem der Täter mit dem Senior die Höhe der Kaution - ein niedriger fünfstelliger Eurobetrag - sowie den Übergabeort an der Haustür vereinbart hatte, erschien ein 38-Jähriger mit serbischer Staatsangehörigkeit ohne festen Wohnsitz in Deutschland, der von der Polizei festgenommen werden konnte.
Beim Versuch, zu flüchten, wurde der Verdächtige durch die Polizeibeamten am Boden fixiert. Dabei erlitt er leichte Verletzungen. Er wurde anschließend vom Rettungsdienst zur ambulanten Behandlung in ein Krankenhaus gebracht. Nach kurzer Behandlung wurde der 38-Jährige der Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt.
Durch die Polizei wurde zudem das benutzte Hotelzimmer des Tatverdächtigen durchsucht. Hierbei konnten keine tatrelevanten Gegenstände aufgefunden werden. Das Kommissariat 61 hat die weiteren Ermittlungen in dem Fall übernommen.