Veröffentlicht am 20.01.2026 08:43

Was ist dran am Lippmann-Gerücht?

Unter Beobachtung: Löwen-Talent Clemens Lippmann.  (Foto: Anne Wild)
Unter Beobachtung: Löwen-Talent Clemens Lippmann. (Foto: Anne Wild)
Unter Beobachtung: Löwen-Talent Clemens Lippmann. (Foto: Anne Wild)
Unter Beobachtung: Löwen-Talent Clemens Lippmann. (Foto: Anne Wild)
Unter Beobachtung: Löwen-Talent Clemens Lippmann. (Foto: Anne Wild)

Im Münchner Boulevard wird über einen möglichen Winterwechsel von Löwen-Talent Clemens Lippmann spekuliert. Die Quelle der Aufregung: Florian Plettenberg, früherer Journalist der Bild-Zeitung, Chefreporter bei Sport1 und seit 2022 Moderator und Reporter bei Sky Sport Deutschland, hatte auf dem Kurznachrichtendienst „X” vermeldet, der Zweitligist 1. FC Magdeburg habe angeblich Interesse bekundet, den 19-Jährigen noch während der Winter-Transferperiode (bis zum 2. Februar 2026) zu verpflichten.

Die Chancen für einen Wechsel scheinen jedoch gering zu sein. Lippmann ist für einen Zweitligisten kein Schnäppchen. Der Deal müsste den Sachsen-Anhaltern finanziell schon einiges wert sein. Der TSV 1860 München besitzt dem Vernehmen nach eine einseitige Option zur Vertragsverlängerung mit Lippmann bis Sommer 2027 und wird diese mit großer Wahrscheinlichkeit ziehen. Entsprechend hoch dürfte sich die Ablöse für den Rechtsfuß gestalten. Lippmann spielte in der laufenden Saison in 14 von 20 möglichen Spielen, stand elf Mal in der Startelf und etablierte sich unter Trainer Markus Kauczinski als Stammspieler in der 3. Liga.

Die Magdeburger stecken im Abstiegskampf und werden ihre Hoffnungen auf den Klassenerhalt kaum auf die Schultern eines Nachwuchstalents laden. Ein Wechsel von der Isar an die Elbe würde Lippmann also nicht zu den Zweitliga-Profis, sondern mit hoher Wahrscheinlichkeit zur Regionalliga-Reserve des FCM spülen. Dort könnte er sich für höhere Aufgaben empfehlen. Das kann der gebürtige Münchner aber auch in Giesing – nur eine Liga höher. Lippmanns kleiner Bruder spielt zudem in den Reihen der Junglöwen. Eine familiäre Beziehung, die ebenfalls für die Löwen spricht.

Dass ein vorzeitiger Wechsel zu einem Zweitligisten nicht in jedem Fall die bessere Wahl für die erhoffte sportliche Karriere sein muss, erfährt aktuell das gleichaltrige Löwen-Eigengewächs Lukas Reich bei der SpVgg Greuther Fürth. Das Tabellenschlusslicht der 2. Liga setzt im Abstiegskampf unter dem neuen Trainer Heiko Vogel auf arrivierte Kräfte. Reich (19, Vertrag bis 2028) muss sich gedulden. Hat er Pech, steigt das „Kleeblatt” am Ende der Spielzeit in die 3. Liga ab – von der er zwölf Monate zuvor aufgebrochen war. (as)

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