Die Angebotspreise von Eigentumswohnungen in deutschen Großstädten haben sich in den vergangenen zwölf Monaten fast flächendeckend erhöht. In 71 von 80 Städten mit mehr als 100.000 Einwohnern verteuerten sich Bestandswohnungen gegenüber dem Vorjahr. Im Durchschnitt zogen die Wohnungspreise in den Großstädten um 4,0 Prozent an, in der Spitze sogar um knapp 12 Prozent. Das zeigt eine aktuelle Analyse von immowelt, in der die durchschnittlichen Angebotspreise von Bestandswohnungen (75 Quadratmeter, 3 Zimmer, 1. Stock, Baujahr 1990er-Jahre) zum jeweils 1. Februar 2026 und 2025 miteinander verglichen wurden.
In den hochpreisigen Metropolen liegen die Preise von Bestandswohnungen aktuell zumeist leicht über dem Vorjahresniveau. München, die mit Abstand teuerste deutsche Großstadt, verzeichnete binnen zwölf Monaten einen Anstieg von 2,7 Prozent auf 8.165 Euro pro Quadratmeter. Etwas stärker legten die Wohnungspreise in Hamburg (+4,5 Prozent auf 6.017 Euro), Frankfurt (+2,9 Prozent auf 5.568 Euro) und Köln (+3,8 Prozent auf 4.869 Euro) zu. Größere Preissprünge bleiben in den bevölkerungsreichsten Städten angesichts des ohnehin sehr hohen Preisniveaus aber weiterhin aus.
Eine Sonderrolle unter den Metropolen nimmt Berlin ein, wo eine spürbare Erholung des Immobilienmarkts nach wie vor auf sich warten lässt. Im Vergleich zum Vorjahr gaben die Angebotspreise in der Hauptstadt sogar um 1,0 Prozent nach und liegen derzeit bei 4.819 Euro pro Quadratmeter.
Dynamischer als in den Metropolen verlief die Entwicklung in kleineren Großstädten. Am stärksten verteuerten sich Bestandswohnungen in Göttingen mit einem Plus von 11,9 Prozent auf 3.261 Euro pro Quadratmeter. Dahinter folgen Bergisch Gladbach (11,2 Prozent) sowie mit Mannheim (+9,9 Prozent) und Ulm (+8,9 Prozent) zwei Städte in Süddeutschland. Insgesamt verzeichneten 29 Großstädte Zuwächse von mehr als fünf Prozent