Wohl kaum jemand kennt die Münchner Stadtgeschichte so gut wie Dr. Helmuth Stahleder. Der Historiker war nicht nur fast 30 Jahre lang im Stadtarchiv tätig, zuletzt als dessen stellvertretender Leiter. Er verfasste auch eine Vielzahl an Publikationen zur Geschichte der Stadt. Für seine dreibändige „Chronik der Stadt München” wertete er über mehr als 15 Jahre hinweg Tausende Dokumente zum politischen, wirtschaftlichen und sozialen Leben Münchens aus. Auf mehr als 2.000 Seiten in drei Bänden liefert die Chronik einen detailreichen Einblick in das Leben der Stadt und ihrer Bürger von der Stadtgründung bis zur Zeit Münchens als glänzender Kunst- und Kulturmetropole im Jahr 1818. In ebenfalls drei Bänden dokumentierte Dr. Stahleder mit dem „Älteren Häuserbuch der Stadt München” die Besitzgeschichte sämtlicher Häuser in der historischen Altstadt vom Jahr 1386 bis zur 800-Jahrfeier der Stadt 1958.
„Mit Ihrer intensiven Quellenforschung konnten Sie dabei auch zahlreiche Ungenauigkeiten und Fehler der bisherigen Stadtgeschichtsschreibung aufdecken und korrigieren und teils längst vergessene Erinnerungsstücke zum Sprechen bringen”, würdigte Stadträtin Gudrun Lux (Die Grünen – Rosa Liste Stadtratsfraktion) in Vertretung des Oberbürgermeisters jetzt die Verdienste des Historikers und Archivars. Für sein herausragende Engagement zur Erforschung der Stadtgeschichte bekam Helmuth Stahleder eine Dankurkunde von der Stadt. Gudrun Lux überreichte sie dem 86-Jährigen im Rahmen einer kleinen Feier im Rathaus zusammen mit einem Stadtsiegel aus Bronze als ehrendem Geschenk.
An der Überreichung der Urkunde im Rathaus nahmen auch der Leiter des Stadtarchivs München, Dr. Daniel Baumann, sowie Professor Dr. Rupert Gebhard, Direktor der Archäologischen Staatssammlung München, teil.