Veröffentlicht am 05.01.2026 16:38

Amtszeit beginnt: Rebhuhn ist der Vogel des Jahres

Das scheue Rebhuhn ist zum Vogel des Jahres 2026 gewählt worden. Damit verbunden ist der eindringliche Appell, Brachflächen und natürliche Landschaft zu belassen, denn sie sind die Lebensräume dieser Tiere.  (Foto: Ralph Sturm)
Das scheue Rebhuhn ist zum Vogel des Jahres 2026 gewählt worden. Damit verbunden ist der eindringliche Appell, Brachflächen und natürliche Landschaft zu belassen, denn sie sind die Lebensräume dieser Tiere. (Foto: Ralph Sturm)
Das scheue Rebhuhn ist zum Vogel des Jahres 2026 gewählt worden. Damit verbunden ist der eindringliche Appell, Brachflächen und natürliche Landschaft zu belassen, denn sie sind die Lebensräume dieser Tiere. (Foto: Ralph Sturm)
Das scheue Rebhuhn ist zum Vogel des Jahres 2026 gewählt worden. Damit verbunden ist der eindringliche Appell, Brachflächen und natürliche Landschaft zu belassen, denn sie sind die Lebensräume dieser Tiere. (Foto: Ralph Sturm)
Das scheue Rebhuhn ist zum Vogel des Jahres 2026 gewählt worden. Damit verbunden ist der eindringliche Appell, Brachflächen und natürliche Landschaft zu belassen, denn sie sind die Lebensräume dieser Tiere. (Foto: Ralph Sturm)

Mit dem neuen Jahr hat auch die Amtszeit des Rebhuhns begonnen. Es hatte mit dem eindringlichen Appell „Für Felder voller Leben“ im Herbst die deutschlandweite Wahl zum Vogel des Jahres 2026 gewonnen und löst den Hausrotschwanz als Jahresvogel ab. Junge Rebhühner der vergangenen Brutsaison bleiben im Winter oft mit den Elternvögeln in den sogenannten Ketten mit bis zu 25 Tieren zusammen. Diesen kleinen Gruppen können sich auch einzelne Individuen anschließen. „Das gemeinsame Überwintern birgt viele Vorteile: In großen Gruppen sind die Tiere sicherer vor Fressfeinden wie Füchsen, außerdem können sie gemeinsam auf Nahrungssuche gehen”, erklärt LBV-Biologin Dr. Angelika Nelson. Mit Glück lasse sich der scheue Hühnervogel in manchen Regionen Bayerns jetzt auf Nahrungssuche in der winterlichen Landschaft beobachten, weiß die Ornithologin. Das Rebhuhn ist ein Standvogel und bleibt somit das ganze Jahr über in seinem Brutgebiet, doch seine Bestände haben in den letzten Jahrzehnten dramatisch abgenommen.

Im Winter ist frische, grüne Nahrung knapp. Rebhühner scharren daher sehr oft Samen von Wildkräutern und Gräsern unter dem Schnee frei. Fündig werden sie dabei vor allem auf mehrjährigen Brachflächen, die im Herbst nicht umgebrochen wurden. „Für das menschliche Auge wirken solche Flächen jetzt im Winter, wenn die Pflanzen alle verblüht sind, oft ungepflegt. Für das Rebhuhn und andere Tierarten sind sie aber überlebenswichtig“, erläutert die Ornithologin. Auch übrig gebliebene Getreidekörner auf abgeernteten Feldern bieten willkommene Nahrung. Sichere Verstecke finden Rebhühner dort in niedrigen Hecken, einzelnen Sträuchern oder nicht gemähten Säumen und Böschungen.

Genaues Hinschauen lohnt sich

In offenen, strukturreichen Kulturlandschaften mit Brachflächen und Wiesen lohnt es sich jetzt bei einem Winterspaziergang die Augen nach Rebhuhn-Ketten offen zu halten. In Bayern liegen die Verbreitungsschwerpunkte in Nordbayern sowie in der Region um die Donau und Niederbayern. Das Rebhuhn hat einen rundlich kompakten Körper, mit bräunlichem Gefieder. Der Schwanz und die Beine sind kurz. Ausgewachsene Tiere sind etwa halb so groß wie ein Haushuhn.
Meistens bewegen sich Rebhühner schreitend voran. Werden sie überrascht, fliegen sie dicht über dem Boden bis zur nächsten Deckung und geben dabei ihr namensgebendes „repreprep“ von sich. „Wer das Rebhuhn beobachten möchte, sollte sich möglichst ruhig verhalten, denn die Tiere sind sehr scheu. Außerdem kostet es die Tiere viel Energie, wenn sie aufgescheucht werden. Wir appellieren deswegen an alle Naturliebhabenden, Hunde anzuleinen, auf den Wegen zu bleiben und so Rücksicht auf Rebhühner und alle anderen Bewohner der Feldflur zu nehmen“, sagt Angelika Nelson.

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