Der Dießener Fotograf Christoph Franke bricht mit gewohnten Mustern: In seiner neuen, vierwöchigen Sonderausstellung „Präludium – Works I didn't show you“ in der Galerie des Hauses der bayerischen Landwirtschaft in Herrsching (Rieder Straße 70) zeigt er eine exklusive Auswahl teils noch nie öffentlich präsentierter Arbeiten. Während Franke in der Kunstwelt sonst für seine fundierten, theoretischen Konzepte bekannt ist, schlägt er für seine neuen Schwarz-Weiß-Fotografien ganz bewusst einen befreienden Weg ein: Die Bilder bleiben für die gesamte Laufzeit völlig konzeptfrei und unkommentiert, um ihre pure, unmittelbare Wirkung zu entfalten. Neben meditativen Schwarz-Weiß-Landschaften, die ein feines Spiel aus Schatten und Licht zeigen, fasziniert die Schau mit der sinnlich-botanischen Bildgruppe „Desire“ sowie den grafisch-präzisen Alltagsstrukturen der Serie „Surfaces“.
Die Soloschau läuft nur noch bis zum Donnerstag, 23. Juli (Mo-Fr 8-16 Uhr). Am Folgetag transformiert sich der Raum für das Nachfolgeprojekt „Double Fantasy“, einen Dialog mit Werken des verstorbenen englischen Fotografen George E. Todd. Der Eintritt ist frei.