Erneut hat die Bürgerversammlung die Erstellung eines Verkehrskonzeptes für das Gebiet Alte Allee / Bergsonstraße empfohlen (das hatte sie schon 2023 einmal), um das Verkehrswachstum und den damit verbundenen Anstieg der Lärmbelastung in den Griff zu bekommen.
Ein umfassenden Verkehrskonzepts für den Münchner Westen, das mindestens die Bezirke 21, 22 und 23 einbezieht, habe die Stadt nicht geliefert, klagen die Bürger. Stattdessen beschränke sich die Stadt auf „fragmentarische Teilkonzepte” rinsgum.
Diese von der Stadt angeführten Konzepte für die umliegenden Gebiete lösen die Probleme in den Augen der Anwohner nicht. Der Flaschenhals für den Verkehr, der aus den Wohn- und Gewerbegebieten vom Westen her zur Verdistraße oder nach Pasing strebt, nämlich das Obermenzinger Gebiet westlich der Würm um die Alte Allee und Bergsonstraße wurde in diesen Konzepten außen vorgelassen. Eine Vielzahl an Neubauprojekten im Münchner Westen wird mit einer erheblichen Steigerung des Verkehrsaufkommens einhergehen, fürchten die Bürger. Diese Projekte seien das Neubaugebiet am Dreilingsweg, die Neubaugebiete in Freiham, Lochhausen, Potentialfläche Aubing usw., die geplante Verkehrsberuhigung in Aubing, das Kulturzentrum Bergson, das Gewerbegebiet an der Rupert-Bodner-Straße, die geplanten Busbetriebshöfe beim Langwieder S-Bahnhof und bei der Paulaner Brauerei.
Am Dreilingsweg sei ein Mobilitätskonzept geplant, das allerdings auf das Neubaugebiet beschränkt ist. Die Alte Allee und Bergsonstraße dagegen werden ausschließlich auf ihre Kapazität hin untersucht, den zusätzlichen Verkehr aufnehmen zu können. „Niemand fragt nach der zusätzlichen Lärmbelastung und wie der Verkehr reduziert werden könnte”, so der Antragsteller.