Für 15 Euro kann man am Mittwoch, 9. September, in der Georg-Birk-Straße (neben der Bushaltestelle) sein Fahrrad codieren lassen. Dort bieten der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club München (ADFC) und die Münchner Polizei von 13 bis 18 Uhr zum letzten Mal in diesem Jahr ihre gemeinsame Fahrradcodieraktion an. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Grundsätzlich können alle Arten von Fahrrädern, auch E-Bikes (zum Beispiel Pedelecs) codiert werden. Nicht codiert werden können Fahrräder aus Titan oder Carbon. Diese Fahrräder werden etikettiert.
Die Polizei kann ein codiertes Fahrrad im Fall eines Verlustes oder Diebstahls dem Eigentümer schnell zuordnen und wieder aushändigen. Bei einem Diebstahl kann eine Codierung auch sehr nützliche Hinweise für die Ermittlung eines Täters geben.
Im Rahmen der Veranstaltung leisten Polizeibeamte auch Aufklärung zum Thema Fahrraddiebstahl und geben nützliche Hinweise, wie man verhindern kann, Opfer eines solchen zu werden.
Der Kreisverband München des ADFC codiert seit über 20 Jahren Fahrräder mit dem EIN-Code (Eigentümer-Identifizierungs-Nachweis). Dieser Code wurde Anfang der 1990er-Jahre von der hessischen Polizei entwickelt und wird heute in fast allen Bundesländern verwendet. Der Code setzt sich zusammen aus Stadt- beziehungsweise Landkreis, einem Straßenschlüssel, der Hausnummer sowie den Initialen des Besitzers und der Jahreszahl der Codierung. So kann man über den Code Rückschlüsse auf den Eigentümer erhalten. Eine Registrierung oder Datenverwaltung ist dabei nicht notwendig.
Vor jeder Codierung muss der Besitzer des zu codierenden Fahrrades ein Identitätsdokument sowie einen Eigentumsnachweis für das Fahrrad (beispielsweise den Kaufbeleg) vorzeigen. Die Nummer des Ausweises wird auf dem Codierauftrag notiert. Ist keine Kaufquittung mehr vorhanden, unterschreibt der Besitzer eine Eigentumserklärung, die der ADFC aufbewahrt. Der Code wird dann entsprechend eingetragen und an einen Techniker weitergegeben, der diesen dann am Fahrzeug eingraviert. Neben den Angaben zum Besitzer wird auch eine grobe Beschreibung des Fahrrades auf dem Auftrag notiert (Hersteller, Marke, Farbe und so weiter). Auch die am Fahrrad bereits angebrachte Rahmennummer wird direkt abgelesen und überprüft. Der fertig ausgefüllte Codierauftrag wird vom ADFC gescannt und archiviert. Das Original verbleibt beim Besitzer.