Ein Leben in Farbe: Diözesanmuseum Freising zeigt Ausstellung von Ruth Kohler

Ruth Kohler in ihrem Atelier: Die 97-Jährige stellt im Diözesanmuseum Freising aus. (Foto: Thomas Dashuber/DiMu)
Ruth Kohler in ihrem Atelier: Die 97-Jährige stellt im Diözesanmuseum Freising aus. (Foto: Thomas Dashuber/DiMu)
Ruth Kohler in ihrem Atelier: Die 97-Jährige stellt im Diözesanmuseum Freising aus. (Foto: Thomas Dashuber/DiMu)
Ruth Kohler in ihrem Atelier: Die 97-Jährige stellt im Diözesanmuseum Freising aus. (Foto: Thomas Dashuber/DiMu)
Ruth Kohler in ihrem Atelier: Die 97-Jährige stellt im Diözesanmuseum Freising aus. (Foto: Thomas Dashuber/DiMu)

Mit der Ausstellung „Ein Leben in Farbe“ widmet sich das Diözesanmuseum Freising (Domberg 21) der Malerin Ruth Kohler und ihrem Werk. Die Präsentation, die ab Dienstag, 7. Juli, zu sehen ist, zeichnet den Weg der heute 97-jährigen, international anerkannten Künstlerin nach.

„Farbe ist mein Leben“, sagt Kohler. So steht seit Jahren im Zentrum ihrer Malerei nicht der Gegenstand, sondern die Farbe selbst als Ausdruck von Kraft, Zartheit, Hoffnung, aber auch Angst und Trauer.

Ruth Kohler, 1929 in Fürth geboren, wuchs in einem musischen Elternhaus auf. Sie war eine der ersten Frauen, die nach dem Zweiten Weltkrieg an der Münchner Kunstakademie studierten. Kohler wurde in München Meisterschülerin und Assistentin von Franz Nagel, besuchte zudem Kunstschulen in Florenz, Rom und Paris, bevor sie zunächst als Kirchenmalerin arbeitete und Fresken, Glasfenster und Gemälde für Kirchenräume gestaltete. Ab 1960 lebte sie für einige Jahre in Afrika, wo Landschaft, Licht und neue Farbwelten ihrer Malerei frische Impulse verliehen.

Wahlheimat in Münsing

Seit 1973 lebt Kohler in Münsing (Landkreis Bad Tölz-Wolfratshausen). Zurück in Deutschland und während zahlreicher Aufenthalte in den USA begann die Künstlerin, die Menschen in ihrem Umfeld in den Blick zu nehmen - ob in ihrer Wahlheimat am Starnberger See oder in der isolierenden Anonymität New Yorks - um sich dann ab Mitte der 1980er-Jahre immer entschiedener der expressiven Abstraktion zuzuwenden. Mit internationalen Ausstellungen in London, Paris, Mailand und Rom hat Ruth Kohler die Anerkennung der Kunstwelt gefunden.

Die Sonderausstellung des Diözesanmuseums, die bis zum 27. September läuft, soll den Besucherinnen und Besuchern die Möglichkeit geben, die Welt der Farben als musikalische Symphonie der Malerei zu entdecken. Besucht werden kann das Museum täglich von 10 bis 17 Uhr, nur montags ist geschlossen.

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