Das Berufliche Schulzentrum Erding setzt mit einem besonderen Schülerprojekt ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Bildung und praktischen Klimaschutz. Seit dem 9. April 2025 erzeugt ein von Schülerinnen und Schülern installiertes Balkonkraftwerk umweltfreundlichen Solarstrom an der Schule.
Ins Leben gerufen wurde die Aktion von der Abteilung Bau vom begeisterten Lehrer Matthias Adelsberger gemeinsam mit der 12. Klassen der Maurer. Ziel war es, erneuerbare Energien nicht nur theoretisch im Unterricht zu behandeln, sondern praktisch erfahrbar zu machen. Unterstützt und gefördert wurde die Arbeitsgruppe dabei von der Bürgerenergie Isental e.V. sowie vom Energiewende Kreis Erding e.V.
„Balkonkraftwerke sind ein einfacher und sinnvoller Einstieg in die eigene Stromerzeugung“, meint Heiko Koxholt von der Bürgerenergie. „Sie ermöglichen es, direkt vor Ort Sonnenstrom zu erzeugen und damit Stromkostenkosten zu senken, da sie sich schnell rechnen“, ergänzt Herbert Mair vom Energiewende Kreis Erding.
Das Projekt startete mit einem Informationsvortrag von Zimmerermeister Georg Wimmer (Holzbau Wimmer), selbst Mitglied der Bürgerenergie Isental e.V.. Dabei erhielten die Schülerinnen und Schüler Einblicke in die Möglichkeiten regionaler Energiewende und moderner Solarenergie. Die Schüler erarbeiteten aus dem erworbenen Wissen Plakate, welche Funktion und Vorteile der Mini-Solaranlagen aufzeigten. Diese wurden in einer Aktionswoche als Ausstellung ihren Mitschülern präsentiert und offene Fragen beantwortet. Im Anschluss wurde dann unter Anleitung der Fachlehrer ein Kraftwerk selbstständig montiert.
„Seitdem“, so Adelsberger, „spart sich der Landkreis 35 Cent pro erzeugter Kilowattstunde. Seit der Inbetriebnahme sind das bisher immerhin schon gut 620 Euro.“ Mit der Amortisation wird bereits im kommenden Jahr gerechnet. „Mit der neuen Schautafel in der Aula wird jetzt auch dauerhaft sichtbar, wie praxisnahe Bildung, Eigeninitiative und regionales Engagement erfolgreich Hand in Hand gehen können“, freut sich Schulleiter Christian Käser über das gelungene Projekt.
Die Initiativen bleiben weiterhin mit der Schule in Kontakt. Denn bei den Gesprächen über das gemeinsame gelungene Projekt kamen bei den Akteuren bereits die nächsten Ideen rund um mögliche Speicherlösungen auf.