Die Sonderausstellung „Kraut, Torf und Odel – Die verschwundenen Gerüche Ismanings” ist noch bis zum 18. Oktober im Schlossmuseum Ismaning (Schloßstraße 3a) zu sehen.
Geschichte wird meist gesehen – selten gerochen. Die Sonderausstellung stellt den Geruchssinn in den Mittelpunkt - und eröffnet damit einen ungewöhnlichen Zugang zur Vergangenheit. Statt ausschließlich auf Texte, Bilder und Objekte zu setzen, lädt sie dazu ein, historische Lebenswelten über Düfte zu erkunden.
Im Fokus stehen Gerüche aus der Natur, Handwerk und Landwirtschaft, die über Jahrzehnte hinweg das Leben prägten. Vom Kraut über rauchige Torfaromen bis hin zu süßlichen Lebensmitteldüften entsteht ein vielschichtiges olfaktorisches Panorama. Dabei spart die Ausstellung auch unangenehme Gerüche nicht aus –sie waren und sind ebenso Teil des Alltags wie die angenehmen.
Ergänzt wird die sinnliche Erfahrung durch Einblicke in die Funktionsweise des menschlichen Geruchssinns. Deutlich wird, wie eng Gerüche mit Erinnerungen verknüpft sind.
Die Ausstellung kann zu den üblichen Öffnungszeiten des Schlossmuseums (dienstags bis samstags 14.30 bis 17 Uhr, sonntags 13 bis 17 Uhr) besichtigt werden. Der Eintritt ins Museum ist derzeit kostenfrei.