Das Klischee feiern

Das Münchner-Kindl-Zamperl grüßte die Daheimgebliebenen. (Foto: gemeinfrei)
Das Münchner-Kindl-Zamperl grüßte die Daheimgebliebenen. (Foto: gemeinfrei)
Das Münchner-Kindl-Zamperl grüßte die Daheimgebliebenen. (Foto: gemeinfrei)
Das Münchner-Kindl-Zamperl grüßte die Daheimgebliebenen. (Foto: gemeinfrei)
Das Münchner-Kindl-Zamperl grüßte die Daheimgebliebenen. (Foto: gemeinfrei)

Die Stadtbibliothek Neuhausen (Nymphenburger Straße 171 b) zeigt bis 7. November die Ausstellung „Obacht, Bayern! Ein Land und sein Klischee in historischen Humorpostkarten”. Als 1870 die erste deutsche Postkarte ihre Reise antrat, nahm dieses schnelle und kostengünstige Kurzmitteilungsmedium einen niemals erwarteten, rasanten Erfolgskurs auf.

Milliarden-Welle

Zur Blütezeit der Postkarte um 1900 wurden deutschlandweit jährlich eine Milliarde von ihnen verschickt. Ein absoluter Verkaufsschlager: das Genre der sogenannten Humor- (auch Scherz- oder Jux-)Karten. Bayerische Verlage machten mit Darstellungen von Bergen, Bier, Dirndl, Lederhose und Dackel profitable Geschäfte und mit ihnen Illustratoren, Maler und Grafiker. In Höchstgeschwindigkeit und nahezu bis heute in seinen Stereotypen unverändert verbreitete sich das Bayern-Klischee in alle Welt.

Zwölf Schautafeln

Die Ausstellung basiert auf dem gleichnamigen Buch von Dietlind Pedarnig „Obacht, Bayern! Ein Land und sein Klischee in historischen Humorpostkarten“ (München, Allitera Verlag, 2025). Auf zwölf Schautafeln wird auf eine humorvolle Zeitreise, wie Bayern sich selbst und andere es sahen, eingeladen. Zusätzlich sind in einer Vitrine Originalpostkarten und Original Jugendstil-Postkartenalben zu sehen.

Eröffnung am Mittwoch

Am Mittwoch, 16. September, wird die Ausstellung um 19.30 Uhr mit einem Bildervortrag von Dietlind Pedarnig eröffnet. Der Eintritt ist frei. Anmeldung unter veranstaltungen.muenchen.de.

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