Veröffentlicht am 27.10.2026 16:31

Hilfe bei der Berufsfindung: Schülerprogramm JADE bis 2030 gesichert

Rund 4.500 Münchner Mittel- und Förderschüler profitieren jedes Jahr vom Programm JADE („Jugendliche an die Hand nehmen und begleiten”). Sozialpädagogische Fachkräfte unterstützen sie dabei, ihre Stärken zu erkennen, berufliche Perspektiven zu entwickeln und den Übergang von der Schule in Ausbildung oder Beruf zu meistern. Der Stadtrat hat sich in der gemeinsamen Sitzung des Bildungsausschusses und des Kinder- und Jugendhilfeausschusses für die Fortführung des Programms bis 2030 im bisherigen Umfang ausgesprochen. Dafür stellt die Stadt insgesamt 3,07 Millionen Euro bereit.

Programm ergänzt Berufsberatung der Arbeitsagentur

JADE ist seit 2007 ein fester Bestandteil der Münchner Berufsorientierung. Das Programm richtet sich insbesondere an Jugendliche, die beim Übergang von der Schule in den Beruf zusätzliche Unterstützung benötigen. Es wird flächendeckend an allen Münchner Mittel- und Förderschulen angeboten und ergänzt die schulische Berufsorientierung sowie die Berufsberatung der Agentur für Arbeit.
Im Mittelpunkt steht die individuelle Begleitung der Schüler in der 8. und 9. Jahrgangsstufe. Sozialpädagogische Fachkräfte helfen ihnen, persönliche Stärken und Interessen zu erkennen, realistische Berufsziele zu entwickeln und passende Ausbildungswege zu finden. Das Angebot reicht von Einzel- und Kleingruppengesprächen über Bewerbungstrainings bis zur Unterstützung bei der Praktikumssuche und bei Bewerbungen.

Tragfähige Perspektiven eröffnen

Rund 30 Prozent der Münchner Mittelschulabsolventen beginnen eine duale Ausbildung. Im Jahr 2025 wechselten weitere neun Prozent an eine Berufsfachschule, beispielsweise im Pflege- oder Erziehungsbereich. 27 Prozent besuchten eine weiterführende Schule, um einen mittleren Schulabschluss abzulegen. JADE trägt dazu bei, jungen Menschen tragfähige Anschlussperspektiven zu eröffnen und das Risiko von Jugendarbeitslosigkeit zu verringern.

Kraus: Beitrag zur Bildungsgerechtigkeit

„Bildungsgerechtigkeit bedeutet auch, dass wir junge Menschen beim Übergang von der Schule in den Beruf nicht alleinlassen”, sagt Stadtschulrat Florian Kraus: „Genau hier setzt JADE an: Wir unterstützen Jugendliche dabei, ihre Stärken zu entdecken und ihren eigenen Weg zu finden. Dass der Stadtrat dieses bewährte Programm bis 2030 sichert, ist ein wichtiges Signal. Mein Dank gilt allen Beteiligten, die gemeinsam dafür sorgen, dass aus schulischen Abschlüssen berufliche Perspektiven werden.“
Sozialreferentin Dorothee Schiwy erklärt: „Annähernd alle jungen Menschen, nämlich 98,3 Prozent, die wir mit JADE unterstützen, verlassen die Mittel- oder Förderschule mit einer konkreten Anschlussperspektive, das ist herausragend und unterstreicht den Erfolg des Programms.”

Beteiligte

JADE ist ein gemeinsames Angebot der Stadt, der Agentur für Arbeit München, des Jobcenters München und des Staatlichen Schulamts in der Landeshauptstadt München (Mittelschulen) beziehungsweise der Regierung von Oberbayern (Förderschulen). Die Umsetzung übernehmen sozialpädagogische Fachkräfte des Stadtjugendamts im Sozialreferat sowie freie Träger der Jugendhilfe.

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