Veröffentlicht am 09.03.2026 15:00

Hummeln fotografieren und melden

In den Fokus geraten: eine Gartenhummel auf einer Wede. (Foto: Jann Wübbenhorst)
In den Fokus geraten: eine Gartenhummel auf einer Wede. (Foto: Jann Wübbenhorst)
In den Fokus geraten: eine Gartenhummel auf einer Wede. (Foto: Jann Wübbenhorst)
In den Fokus geraten: eine Gartenhummel auf einer Wede. (Foto: Jann Wübbenhorst)
In den Fokus geraten: eine Gartenhummel auf einer Wede. (Foto: Jann Wübbenhorst)

Beobachten, bestimmen, melden: Bei der Hummel-Challenge vom 20. März bis 9. April können Naturfreunde auch im Landkreis Starnberg helfen, das Vorkommen heimischer Hummelarten direkt vor der eigenen Haustür zu dokumentieren.

Wichtiger Beitrag

Der Bund Naturschutz in Bayern ruft gemeinsam mit dem Wildbienen-Monitoring am Thünen-Institut in Braunschweig zur Hummel-Challenge auf. Naturfreunde sind eingeladen, Hummeln zu beobachten, zu fotografieren und per App zu melden. Jede Beobachtung hilft, mehr über die Verbreitung und Vielfalt heimischer Hummelarten zu erfahren und leistet damit einen wichtigen Beitrag zum Artenschutz.

„Gerade im zeitigen Frühjahr beginnt für Hummeln eine entscheidende Phase. Jungköniginnen, die den Winter in der Erde oder in anderen geschützten Verstecken überdauert haben, erwachen jetzt aus ihrer Winterruhe. Zunächst müssen sie dringend Energie tanken. Ohne ausreichend Pollen und Nektar können sie kein Volk gründen. Erst wenn sie genügend Nahrung gefunden haben, beginnen sie mit der Suche nach einem geeigneten Nistplatz, etwa in verlassenen Mäusenestern oder dichten Graspolstern. Ob eine Königin jetzt erfolgreich ist, entscheidet darüber, ob im Sommer ein ganzes Hummelvolk entsteht”, erklärt Dr. Helene Falk von der BN-Kreisgruppe Starnberg.

Weiden sind beliebt

Besonders Weidenarten wie die Salweide spielen dabei eine zentrale Rolle. Ihre Blüten liefern bereits ab März reichlich Nektar und eiweißreichen Pollen und sind damit eine der wichtigsten Nahrungsquellen für Hummelköniginnen im Frühjahr. Auch Frühblüher wie Krokusse, Märzenbecher, Taubnesseln oder Lungenkraut sind jetzt wertvolle Rastplätze für die pelzigen Bestäuber. Wer an blühenden Weidenkätzchen summende Gäste entdeckt, hat gute Chancen gute Hummelfotos zu schießen. „Blühende Weiden im Frühling sind für Hummelköniginnen so etwas wie ein lebenswichtiges Frühstücksbuffet. Wer eine Weide im Garten oder am Wegesrand stehen lässt, hilft damit direkt einem zukünftigen Hummelvolk“, sagt die Hummelschützerin
Falk.

So funktioniert die Teilnahme: Kostenlose App ObsIdentify oder Observation herunterladen, ein Benutzerkonto anlegen, Hummeln fotografieren und die Bilder hochladen. Eine integrierte KI unterstützt bei der Bestimmung der Art. Zusätzlich prüfen Expertinnen und Experten alle Meldungen, um eine hohe Datenqualität sicherzustellen. Die gesammelten Daten fließen in das bundesweite Wildbienen Monitoring in Agrarlandschaften des Thünen-Instituts ein. So entsteht ein immer genaueres Bild über das aktuelle Vorkommen der Hummelarten in Bayern und ganz Deutschland. Langfristig helfen diese Informationen dabei, Veränderungen frühzeitig zu erkennen und gezielte Schutzmaßnahmen zu entwickeln.

Quiz und Infos

Begleitend zur Aktion lädt der Bund Naturschutz zu einem Hummel Quiz ein. Wer sein Wissen über die pelzigen Bestäuber testen möchte, kann teilnehmen und mit etwas Glück eines von zehn Hummel Überraschungspaketen gewinnen.

Eine zweite Aktionsrunde folgt im Sommer vom 20. Juni bis 3. Juli. Weitere Informationen zur Teilnahme unter www.bund naturschutz.de/aktionen/hummel-challenge.

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