Veröffentlicht am 20.07.2026 11:03

Mehr Flower-Power im Englischen Garten: Neue Blühwiesen erhöhen die Artenvielfalt

Die Grünflächen rund um den Monopteros werden sich nach der Anpflanzung von verschiedensten Blühpflanzen in bunte Wiesen verwandeln.  (Foto: Maria Scherf, Bayerische Schlösserverwaltung)
Die Grünflächen rund um den Monopteros werden sich nach der Anpflanzung von verschiedensten Blühpflanzen in bunte Wiesen verwandeln. (Foto: Maria Scherf, Bayerische Schlösserverwaltung)
Die Grünflächen rund um den Monopteros werden sich nach der Anpflanzung von verschiedensten Blühpflanzen in bunte Wiesen verwandeln. (Foto: Maria Scherf, Bayerische Schlösserverwaltung)
Die Grünflächen rund um den Monopteros werden sich nach der Anpflanzung von verschiedensten Blühpflanzen in bunte Wiesen verwandeln. (Foto: Maria Scherf, Bayerische Schlösserverwaltung)
Die Grünflächen rund um den Monopteros werden sich nach der Anpflanzung von verschiedensten Blühpflanzen in bunte Wiesen verwandeln. (Foto: Maria Scherf, Bayerische Schlösserverwaltung)

Der Englische Garten ist die grüne Lunge der Stadt. Besonders in den Sommermonaten besuchen zahlreichen Menschen aus nah und fern dieses öffentliche Erholungsgebiet. Die historische Parkanlage weist zudem eine hohe Artenvielfalt auf und ist ein wichtiger Rückzugsraum für eine beeindruckende Anzahl an gefährdeten Pflanzen-, Insekten- und anderen Tierarten. Um diesen urbanen Lebensraum ökologisch zu fördern und die vorhandene Biodiversität großflächig zu stärken, hat die Bayerische Schlösserverwaltung seit 2022 rund 27.000 Quadratmeter artenarme Rasen- und Langgrasflächen in artenreiche Wildblumenwiesen umgewandelt.

Bald blüht's rund ums Monopteros

Dieser Prozess wird nun auf folgenden drei Teilflächen fortgesetzt: Am Monopteros werden auf rund 3.000 Quadratmetern neue Blühwiesen angesät. Zudem wird die Wiese rund um das Rumforddenkmal (Nähe der Eisbachwelle, östlich des Eisbaches, Anm. d. Red.) auf einer Fläche von rund 1.800 Quadratmetern durch die Neuansaat heimischer Wiesenpflanzen aufgewertet. Mit diesen Maßnahmen soll eine ökologische Verbesserung des Umfelds der beiden Baudenkmäler erzielt werden. Außerdem werden die historischen malerischen Wiesenansichten im Park wiederhergestellt. Auch weiter nördlich im Park erfolgt eine Umgestaltung: Auf einer Fläche von 650 Quadratmetern südwestlich der Werneckwiese soll sich bald eine bunte Blütenpracht entfalten.

Ausgesät werden Mischungen aus regionalem Saatgut der Münchner Schotterebene, die speziell auf den Englischen Garten abgestimmt sind. Sie enthalten eine blütenreiche Auswahl an Wiesenblumen und Kräutern. Früh- und spätblühende Stauden dienen als wichtige Pollen- und Nektarlieferanten für die heimische Insektenwelt. Sowohl schnellwüchsige einjährige als auch mehrjährige Arten ­­­­– welche dauerhaft das Erscheinungsbild der Flächen prägen sollen – sind dabei. Man wird sie bald als bunte Farbtupfer auf den umgewandelten Wiesen wahrnehmen.
Hier die wichtigsten Blütenpflanzen nach Farben sortiert:

  • weiß: Wilde Möhre, Schafgarbe,
  • gelb: Färber-Kamille, Wiesenbocksbart, Echtes Labkraut,
  • blau: Kornblume, Wegwarte,
  • violett: Skabiosen-Flockenblume, Gemeine Nachtviole,
  • rot: Mohn, Lein und
  • rosa: Esparsette, Wilder Majoran.

Die Anpflanzungen sind durch einen Staketenzaun geschützt. Wer den Englischen Garten besucht, kann die Entwicklung und Pflege der Wildblumenwiesen dahinter verfolgen: von der Bodenvorbereitung bis zur ersten zaghaften Begrünung über die farbige Blütenpracht bis hin zur notwendigen Mahd. Im Winter kann die Fläche im Umfeld des Monopteros ohne Einschränkungen betreten werde. Auch das Rodeln ist weiterhin in gewohnter Weise möglich.

Anspruchsvolles Vorhaben kompetent umgesetzt

„Mit unserem Wildblumenprojekt stärken wir die biologische Vielfalt im Englischen Garten nachhaltig”, betont Hermann Auer, der Präsident der Bayerischen Schlösserverwaltung: „Mein besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Gärtenabteilung sowie der Außenverwaltung des Englischen Gartens, die dieses anspruchsvolle Vorhaben mit hoher fachlicher Kompetenz und auf der Basis langjähriger Erfahrung gemeinsam umsetzen.“ Die Arbeiten an den genannten Teilflächen sind voraussichtlich im September abgeschlossen. Bis dahin werden die fleißigen „Bienen” der Schlösserverwaltung also noch einiges zu tun haben, damit es im kommenden Jahr im Park prächtig blühen kann.

Fleißig fürs Grün

Die Mitarbeiter der „Außenverwaltung Englischer Garten München” kümmern sich mit viel Sorgfalt und Mühe nicht nur um den Englischen Garten. Sie sind zudem für den Hofgarten, den Dichtergarten und die Maximiliansanlagen zuständig. Rund 60 fest Angestellte und fünf Saisonkräfte und Aushilfen machen mit ihrer Arbeit den Besuch der Gartenanlagen zu einem einmaligen Naturerlebnis.

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