Robert Dittrich, Gisela Kraus und Günter Parhofer engagieren sich ehrenamtlich im ASZ Allach-Untermenzing

Engagieren sich ehrenamtlich im ASZ Allach-Untermenzing (v.l.): Robert Dittrich, Gisela Kraus und Günter Parhofer. (Foto: tab)
Engagieren sich ehrenamtlich im ASZ Allach-Untermenzing (v.l.): Robert Dittrich, Gisela Kraus und Günter Parhofer. (Foto: tab)
Engagieren sich ehrenamtlich im ASZ Allach-Untermenzing (v.l.): Robert Dittrich, Gisela Kraus und Günter Parhofer. (Foto: tab)
Engagieren sich ehrenamtlich im ASZ Allach-Untermenzing (v.l.): Robert Dittrich, Gisela Kraus und Günter Parhofer. (Foto: tab)
Engagieren sich ehrenamtlich im ASZ Allach-Untermenzing (v.l.): Robert Dittrich, Gisela Kraus und Günter Parhofer. (Foto: tab)

Hilfe beim Ausfüllen von Formularen, Informationen über Wohnformen im Alter, Fragen zum Thema Pflegeversicherung: das ist nur ein Ausschnitt des breiten Angebots im Alten- und Service-Zentrum (ASZ) Allach-Untermenzing in der Manzostraße 105. Darüber hinaus gibt es für die Besucherinnen und Besucher die Möglichkeit, an einer Vielzahl von Gruppen und Kursen teilzunehmen – angefangen bei Gesundheitsthemen über Ausflüge bis hin zu Kreativangeboten. Und genau hier kommen die Ehrenamtlichen des ASZ ins Spiel.

Einen umfangreichen Überblick über das Leben im Haus konnten sich Gäste kürzlich beim Tag der offenen Tür machen. Und wer sich einer Führung mit ASZ-Leiterin Manuela Arnsperger anschloss, stieg dabei auch ins Untergeschoss, staunte über die Holzwerkstatt, den Töpferraum sowie das Gruppenzimmer (etwa für Sprachkurs) und über die Tatsache, „dass da unten so viel Platz ist.”
Dass das ASZ Allach-Untermenzing, welches übrigens eine Außenstelle am Oertelplatz 15 betreibt, seinen Besucherinnen und Besucher ein derart umfangreiches Angebot zur Verfügung stellen kann, ist nicht zuletzt dem Einsatz rund 60 ehrenamtlicher Helferinnen und Helfer zu verdanken. Drei von ihnen sind Robert Dittrich, Gisela Kraus und Günter Parhofer. Sie setzen sich in verschiedenen Bereichen ein, haben aber eines gemeinsam: leuchtende Augen und Begeisterung in der Stimme, wenn sie von ihrem Engagement berichten.

„Schätze diese Vielfältigkeit”

„Der Beginn meines ehrenamtlichen Engagements ist schon lange her, knapp 20 Jahre. Ich bin auf Anregung einer Nachbarin dazugekommen”, sagt Gisela Kraus. Dann habe sich das alles so entwickelt. Inzwischen engagiert sie sich in der Holzwerkstatt. „Irgendwann habe ich überlegt, was könnte man an neuer Deko machen. Ich wusste, dass es im ASZ eine Holzwerkstatt gibt. Anfangs waren da nur Männer. Aber das ist inzwischen nicht mehr so”, blickt Kraus zurück. „Ich schätze hier die totale Kreativität, diese Vielfältigkeit, in die man sich einbringen kann.” Sie versuche neben ihrem Engagement immer, andere Menschen zu aktivieren, in die Gruppe zu kommen.

Einsatz mit Werkzeug

Als Einzelkämpfer ist derzeit noch Günter Parhofer unterwegs. Er leitet die Mobile Werkstatt, schwingt sich mit seinem Werkzeug aufs Fahrrad – außer es stürmt und schneit – und düst zu Bürgerinnen und Bürgern, die zu Hause handwerkliche Unterstützung benötigen. „Ich repariere Dinge, die so anfallen, etwa ein Regal, das nicht mehr hält. Ungefähr zwei- bis dreimal pro Woche kommen Anfragen. Das sind sehr oft ältere alleinstehende Damen, die anrufen, wenn sie dringend Hilfe brauchen”, sagt Parhofer. Eine Sache sei ihm dabei jedoch sehr wichtig: „Die Mobile Werkstatt kann und will keinen professionellen Handwerker ersetzen.”

„Ist genau mein Ding”

Probleme mit dem Smartphone, Laptop oder Tablet? Einsatz für Robert Dittrich! Er hilft beim Einrichten von Handys oder erklärt, was das eigentlich sind, diese „Apps”, und wie man sie bedient. „Die Digitale Sprechstunde ist genau mein Ding”, sagt er. „Sie findet einmal im Monat statt, immer im Wechsel in der Manzostraße und am Oertelplatz.” Ein Erlebnis an das er sich besonders gerne erinnert, ist das: „Eine Dame, Anfang 90, die noch ohne Smartphone war, kam und meinte, sich brauche unbedingte eines. Nach 45 Minuten Austausch war sie glücklich, weil sie wusste, sie braucht doch kein Smartphone.” Dittrich zieht daraus eine wichtige Erkenntnis: „Älteren Menschen sollte man nichts aufzwingen.”

Was nehmen die Drei selbst aus ihrem ehrenamtlichen Einsatz mit? „Ehrenamt ist ein Füreinander und ein Miteinander. Das macht einen so glücklich und ich fühle mich sowas von wohl hier”, sagt Gisela Kraus. Und Günter Parhofer ergänzt: „Ich helfe sehr gerne, das gibt mir persönlich viel. Vielen Menschen liegt das ja im Gen, dieses Helfersyndrom. Und wenn die Person, der ich geholfen habe, mich dann mit glücklichen Augen anschaut und fragt ,wie haben Sie das so schnell hinbekommen?', dann ist das einfach schön.” So sieht das auch Robert Dittrich. „Es macht mir viel Freude zu sehen, wie dankbar die Senioren sind”, sagt er.

Weitere Informationen über das ASZ Allach-Untermenzing gibt es unter www.allach-untermenzing.de. Zu erreichen ist die Einrichtung zudem unter Tel. 089/17119690 oder per Mail an asz1allach@paritaet-bayern.de.

Einfach danke

Auch Michael Schuster engagiert sich ehrenamtlich im ASZ Allach-Untermenzing. Einmal monatlich begleitet er bei einem freien Singen die jeweils singfreudigen Anwesenden. Was ihn zu seinem Einsatz motiviert, formuliert er in einem sehr persönlichen Statement:
„Bei mir ist es Dankbarkeit für das Glück, wie unser gemeinsames Leben verlaufen ist”, sagt er mit Blick auf seine Frau. „Wir sind beide ohne größere Krankheiten inzwischen über 80 Jahre alt geworden. Wir haben während dieser Zeit keinen Krieg in Deutschland erlebt. Ich war in den 48 Jahren, in denen ich in die Rentenversicherung eingezahlt habe, nie arbeitslos. Heute ist unser 57. Hochzeitstag. Wir haben einen gesunden Sohn und zwei gesunde Enkelkinder, mit denen wir uns gut verstehen.”

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