Die Sensation lag in der Luft, ist schlussendlich aber ausgeblieben: Die Regionalliga-Frauen der SpVgg Greuther Fürth sind ihrer Favoritenrolle gerecht geworden und haben den Hiscox Pokal des Bayerischen Fußball-Verbands (BFV) gewonnen. Vor 590 Zuschauerinnen und Zuschauern setzten sich die Mittelfränkinnen in einem hart umkämpften Finale beim Landesligisten SC Amicitia München mit 3:2 durch und wiederholten so den Vorjahrestriumph, der allerdings zwischendurch am seidenen Faden gehangen hatte.
Den Grundstein zum wiederholten Pokalgewinn der SpVgg legte Luisa Wölfel mit dem 1:0 bereits in der 16. Spielminute. Die Führung der Gäste blieb trotz aussichtsreicher Chancen auf beiden Seiten bis zur Halbzeitpause bestehen. Die Hausherrinnen aus dem Münchner Nordwesten kamen allerdings mit viel Schwung aus der Kabine - und drehten innerhalb von nur einer Minute die Partie: Mit einem Doppelschlag in der 54. Spielminute stellten Mia Füller und Merle Bublitz auf 2:1 für den SC Amicitia München, der aus Außenseiter in die Partie ging, im Wettbewerb zuvor aber gleich vier höherklassige Mannschaften eliminiert hatte.
Am „Tag der Doppelschläge” drehten die Fürtherinnen danach allerdings nochmal auf. So glich Elena Grill in der 64. Spielminute aus - und Luisa Wölfel schnürte eine Zeigerumdrehung später nicht nur ihren Doppelpack, sondern brachte die Gäste mit 3:2 in Führung, die die Mannschaft von Trainer Felix Bernhard auch über die Zeit brachte.
Der Trainer der SpVgg Greuther Fürth zollte den Münchner Gastgeberinnen nach dem Spiel Respekt „Wir wussten, dass es schwer wird. Aber, dass es so schwer wird, haben wir selbst nicht gedacht. Großen Respekt für die Leistung von Amicitia”, meinte Bernhard: „Wir sind trotzdem sehr happy, dass wir das Spiel am Ende auf unsere Seite gezogen haben.” Neben dem Pokal strich Fürth auch die Siegprämie in Höhe von 500 Euro ein und löste das Ticket für die Teilnahme am DFB-Pokal. Der SC Amicitia München erhält eine Prämie von 250 Euro.