Die Stadt München hat mit dem Umbau des Straßenraums am Giesinger Berg sowie der Kreuzung zwischen Heilig-Kreuz-Kirche und Lutherkirche begonnen. Das Mobilitätsreferat hatte die neue Raumaufteilung erarbeitet, diese öffentlich vorgestellt und mit den Bezirksausschüssen sowie Initiativen abgestimmt. Auf dieser Grundlage hat das Baureferat die Maßnahme detailliert geplant und setzt sie nun um.
Ziel des Umbaus des Straßenraums am Giesinger Berg ist es, die Verkehrssicherheit vor Ort zu verbessern – insbesondere für die Schulkinder der unmittelbar angrenzenden Grund- und Mittelschule an der Ichostraße sowie für den Fahrradverkehr auf der wichtigen Verbindungsroute zu Innenstadt und Isarradweg. Bisher gibt es keine Möglichkeit für den Fußverkehr, die Kreuzung oberirdisch sicher und barrierefrei zu queren. Die bestehende Unterführung genüge den Anforderungen an die Barrierefreiheit nicht, teilt die Stadt in der Rathaus Umschau mit. Auch für Radfahrende gebe es keine dem wachsenden Radverkehrsaufkommen angemessene Infrastruktur.
Rad- und Gehwege werden am Giesinger Berg künftig baulich voneinander getrennt geführt. Das Baureferat will dazu am Fuße des Bergs auf Höhe der Hebenstreitstraße eine zusätzliche sichere Querungsmöglichkeit für den Radverkehr schaffen. Nur noch eine Fahrspur für Autos führt künftig bergab. Bergauf bleiben zwei Fahrspuren erhalten, um den Busverkehr leistungsfähig zu halten.
Die Radwege werden mit Sicherheitsabständen entsprechend den aktuellen Planungsstandards ausgestattet. Auch sichere Linksabbiegemöglichkeiten für Radfahrende sind dabei vorgesehen. Die neue Planung des Straßenraums schafft zudem eine neue oberirdische, barrierefreie Querungsmöglichkeit an der zentralen Kreuzung. Außerdem pflanzt das Baureferat in der Plattnerstraße sowie an der Ecke Martin-Luther-/Silberhornstraße jeweils einen neuen Baum.
„Mit dem Umbau schaffen wir an allen vier Kreuzungsarmen sichere, ampelgeregelte Querungen für den Fuß- und Radverkehr”, erläutert Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer: „Wer die bisherige Kreuzungssituation kennt, der weiß, dass sie nicht nur für die Schüler, sondern auch für ältere und mobilitätseingeschränkte Personen absolut ungenügend war.”
Die Bauarbeiten dauern nach Angaben der Stadt bis voraussichtlich Ende 2026, Restarbeiten folgen bis Frühjahr 2027. Fußgänger und Radfahrende können die Baustelle am Giesinger Berg durchgehend passieren. Für den Autoverkehr kommt es in den Sommerferien zu einer Vollsperrung des Abschnitts vom Kolumbusplatz auf Höhe der Plattnerstraße bis zur Kreuzung Martin-Luther-/Silberhorn-/Ichostraße. Bereits zwei Wochen vor den Sommerferien wird der Anschluss der Silberhornstraße gesperrt. Umleitungen werden ausgeschildert, der Busverkehr wird angepasst.
Die bewilligten Projektkosten belaufen sich auf 4,87 Millionen Euro. Davon wird die Errichtung der neuen Radwege am Giesinger Berg mit 616.455 Euro aus Mitteln der Nationalen Klimaschutzinitiative des Bundes gefördert.