Für die Innenraumsanierung der Lukaskirche – konkret die Natursteinarbeiten an den Bodenbelägen – erhält die Gemeinde weitere Fördermittel der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD) aus der gemeinsamen Spendenkampagne in Höhe von 80.000 Euro. Weiterhin rufen die Gemeinde der Lukaskirche und die Deutsche Stiftung Denkmalschutz zu Spenden für „den atemberaubenden Innenraum von Sankt Lukas“ auf. Für die laufende fach- und denkmalschutzgerechte Sanierung entstehen Kosten in Millionenhöhe. Ein Großteil der benötigten Mittel ist bereits vorhanden, doch noch fehlen 500.000 Euro. Die Kirchengemeinde bittet daher gemeinsam mit der DSD um weitere Hilfe, damit die Kirche auch in Zukunft ihrer herausragenden architektonischen Bedeutung gerecht werden kann und der Raum weiterhin für viele kirchliche, soziale und kulturelle Zwecke genutzt wird.
Die größte protestantische Kirche der Stadt München steht am Mariannenplatz mit Blick auf das Isarufer. Seit über 120 Jahren ist Sankt Lukas mit den beiden Osttürmen und der fast 64 Meter hohen Hauptkuppel selbst ein eindrucksvoller Blickfang. Entworfen und gebaut hat das Gotteshaus der um 1900 renommierte Münchener Architekt Albert Schmidt. Die nahezu vollständig erhaltenen neoromanischen und neogotischen Elemente des 1896 fertiggestellten atemberaubenden Innenraums machen die Lukaskirche zu einem Meisterwerk des Späthistorismus. Die Ausstattung – Altar und Kanzel, Kirchenbänke und Fliesenfußboden – stammen aus der Erbauungszeit und haben den Zweiten Weltkrieg nahezu unzerstört überstanden. Die Sanierung und Restaurierung dieses denkmalgeschützten Innenraums konnten nicht weiter aufgeschoben werden. Umfangreiche und kostenintensive Arbeiten an Wänden, Pfeilern, Gewölben, Böden und an der Orgel waren und sind unumgänglich, soll deren Schönheit für weitere Generationen erhalten bleiben.
Das Gotteshaus gehört zu den über 680 Denkmalen, die die DSD dank privater Spenden, der Erträge ihrer Treuhandstiftungen sowie der Mittel der Lotterie GlücksSpirale allein in Bayern fördern konnte.
Weitere Informationen unter www.denkmalschutz.de/sankt-lukas.