Die Gewerkschaft Verdi hat zum vierten Mal in der laufenden Tarifverhandlung zu einem mehrtägigen Warnstreik aufgerufen: Am Mittwoch, 18. März, ab 11 Uhr und am Donnerstag, 19. März, ganztags sind alle Tarifbeschäftigten der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) und der Stadtwerke München (SWM) im Ressort Mobilität dazu aufgerufen, die Arbeit niederzulegen.
In München sind davon die U-Bahn, die Trambahn sowie alle Buslinien bis zur Nummer 199 betroffen. Die S-Bahn, die Regionalzüge und die MVV-Regionalbuslinien werden nicht bestreikt. Ein regulärer Betrieb ist laut MVG voraussichtlich erst wieder ab Betriebsbeginn am Freitag, 20. März, möglich, wenn der Streik beendet ist.
Wie bei jedem Streik bereitet sich die MVG im Vorfeld auf Grundlage eines Notfahrplans vor. Die Priorität liegt dabei auf einer möglichst gleichmäßigen Verteilung der einsatzbereiten Busse im Netz: Sie sollen stadtweit die Grundversorgung absichern.
Abhängig von der Personalverfügbarkeit sollen außerdem einzelne Tram- und U-Bahn-Linien ganz oder abschnittsweise in Betrieb gehen. Die Priorität liegt dabei wie bei den bisherigen Streiktagen bei der Tram auf der Linie 20 und bei der U-Bahn auf der U6. Auch Großveranstaltungen mit hohem Verkehrsaufkommen, wie das Fußballspiel des FC Bayern München am Mittwochabend, werden bei den Planungen berücksichtigt.
Im Rahmen der Arbeitskampfmaßnahmen von Verdi findet am Donnerstag, 19. März, um 13.30 Uhr eine Kundgebung am Marienplatz statt. Beschäftigte aus dem Nahverkehr wollen dort gemeinsam mit Gewerkschaftern und Unterstützern ihre Forderungen öffentlich deutlich machen. In der Tarifrunde für die kommunalen Nahverkehrsunternehmen in Bayern fand am 9. März die dritte Verhandlungsrunde mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband (KAV) Bayern statt. „Eine nennenswerte Annäherung konnte dabei nicht erzielt werden”, schreibt Verdi in einer Pressemitteilung. Die nächste Verhandlungsrunde ist für den 23. März angesetzt.