Veröffentlicht am 08.03.2026 08:31

Volle Punktzahl in der Englischen Woche

Verschworener Haufen in Köln: Team des TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)
Verschworener Haufen in Köln: Team des TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)
Verschworener Haufen in Köln: Team des TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)
Verschworener Haufen in Köln: Team des TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)
Verschworener Haufen in Köln: Team des TSV 1860 München. (Foto: M. Forster)

Der TSV 1860 München hat die Englische Woche in der 3. Liga mit einem 1:0 (1:0)-Auswärtssieg beim FC Viktoria Köln 1904 abgeschlossen. Drei Pflichtspiele innerhalb von sieben Tagen – und alle neun Punkte landeten auf dem Konto der Münchner Löwen. Zugleich ist der Erfolg am Rhein der fünfte Sieg in Folge für die Weiß-Blauen die damit ihren bisherigen Drittliga-Rekord aus der Spielzeit 2022/23 unter ihrem damaligen Trainer Michael Köllner eingestellt haben. Ihr heutiger Übungsleiter, Markus Kauczinski, hatte Lob und Tadel für den Auftritt seiner Mannschaft vor 5.876 Zuschauern im Sportpark Höhenberg übrig.

„Ich bleibe dabei, wir müssen am Ball besser werden. Wir haben wieder viel zu oft und viel zu schnell den Ball verloren“, kritisierte er. „Dadurch mussten wir viel verteidigen. Das haben wir aber gut gemacht. Die Mannschaft setzt viel ein.“ Spielerisch sei der TSV 1860 München am Anfang des Jahres besser gewesen, gewann dafür aber die Punkte nicht. „Im Moment haben wir einfach diesen Instinkt, im entscheidenden Moment da zu sein. Wir sind noch mal enger zusammengerückt“, erläuterte Kauczinski.

Kurzfristig musste aRaphael Schifferl uf der Verteidigerposition verletzungsbedingt passen. Für ihn kam das Giesinger Eigengewächs Lasse Faßmann (19) zu seinem Startelfdebüt und zeigte eine ansprechende Leistung. Der spielentscheidende Treffer vor 5.876 Zuschauern im Sportpark Höhenberg ging auf das Konto von Kevin Volland. Bei einem Abstoß vom Kölner Tor hatten sich die Löwen sich eins-gegen-eins formiert und dem Gegner alle Anspielstationen zugestellt. Anstatt den Ball weit nach vorne zu schlagen, entschied sich Torhüter Arne Schulz für ein kurzes Aufbauspiel und passte dabei direkt dem lauernden Thore Jacobsen in die Füße. Der Kapitän der Löwen legte ab auf Volland, der sich an der Strafraumgrenze um seinen Gegenspieler drehte und mit einem Flachschuss das 1:0 für die Gäste markierte (38. Min.).

Dass er den Drittliga-Rekord der „Sechzger“ mit fünf Siegen in Folge eingestellt hat, kommentierte Kauczinski mit den Worten: „Das ist jetzt wirklich völlig uninteressant. Ich bin froh, dass wir hier bei der Viktoria so schadlos rausgekommen sind und den Anschluss geschafft haben. Jetzt heißt es erst einmal, uns zu erholen und dann haben wir noch ganz viele schwierige Aufgaben vor uns.“ Sein Gegenüber Marian Wilhelm räumte ein: „Wir haben uns drei Punkte gewünscht, aber wenn es am Ende 0:1 steht, dann haben wir es eben nicht verdient. So ist leider Fußball.“

In Köln wurde der TSV 1860 München von rund 2.000 reisefreudigen Anhängern begleitet. Kauczinski zeigte sich beeindruckt: „Der Support ist mega, auch schon beim letzten Heimspiel. Das war eine unheimliche Lautstärke und ich glaube die Leute spüren, dass nicht alles perfekt ist, aber dass die Mannschaft kämpft und mit viel Herz und Leidenschaft spielt.“ „Dieses war der fünfte Streich, doch der sechste folgt sogleich“ ist ein berühmtes Zitat aus Wilhelm Buschs Bildergeschichte „Max und Moritz“ aus dem Jahr 1865. Der fünf Jahre ältere TSV 1860 München bemüht sich am kommenden Samstag um 16:30 Uhr im Grünwalder Stadion gegen den SV Wehen Wiesbaden um den sechsten Streich. (as)

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