Der Bezirksausschuss Au-Haidhausen (BA 5) hat in seiner jüngsten Vollversammlung mit deutlicher Mehrheit die Umwidmung der Weißenburger Straße zwischen Weißenburger und Pariser Platz zu einer Fußgängerzone beschlossen.
Damit folgt das Gremium einem gemeinsamen Antrag der Fraktionen von Bündnis 90/Die Grünen und der SPD, der eine Verbesserung der Aufenthaltsqualität zum Ziel hat. Die Interessen der Anwohner, der lokalen Geschäftswelt sowie des Liefer- und Anliegerverkehrs würden dabei explizit berücksichtigt, heißt es in einer Mitteilung der SPD-Fraktion im BA 5. Der Bezirksausschuss soll in alle weiteren Planungen eng eingebunden werden.
Die Umwidmung sieht vor, dass der Radverkehr weiterhin in Schrittgeschwindigkeit zugelassen bleibt. Zudem werden Parkmöglichkeiten für Personen mit Gehbehinderung sowie für Handwerkerfahrzeuge geschaffen, auch der Lieferverkehr wird in die Planungen einbezogen. Patienten von Arztpraxen sollen bei Bedarf weiterhin einfahren können. Ein besonderer Fokus liege laut SPD auf der zeitnahen Umsetzung von Baumpflanzungen, die nach Möglichkeit bereits vorab erfolgen sollen.
Der Antrag zur Umwidmung ist vor allem im Zuge der Planung, Umsetzung und Auswertung einer Pilotphase von August 2024 bis Juli 2025 ausführlich diskutiert worden. Die Ergebnisse zur Evaluation der Pilotphase liegen der Stadt München seit Januar 2026 vor. Während einige örtliche Händler demnach Umsatzeinbußen befürchten und die Umwandlung eher kritisch sehen, hat sich die Mehrheit der befragten Anwohner und Passanten in der Evaluation für eine dauerhafte Fußgängerzone im Abschnitt zwischen Weißenburger Platz und Pariser Platz ausgesprochen.