Unter dem Titel „Ich-Landschaften” zeigt die Münchenstift eine Text- und Foto-Ausstellung. Hinter ihr stehen der aus Theater und TV bekannte Künstler und Schauspieler Erwin Aljukic und der Fotograf Armin Smailovic. „Als Schauspieler der zu sein, der man wirklich ist, ist geradezu unmöglich. Doch hier konnte ich vollkommen ich selber sein”, sagt Aljukic. Die Ausstellung ist in einer Zusammenarbeit entstanden: Die Schwarz-Weiß-Fotos des Fotografen Armin Smailovic und die biografischen Texte von Erwin Aljukic offenbaren Aljukics Persönlichkeit auf bisher nie gezeigte Art und Weise: ehrlich, authentisch, persönlich – intim.
Die Vernissage ist am Dienstag, 27. Oktober, im Alfons-Hoffmann-Haus der Münchenstift (Agnes-Bernauer-Str. 185). Beginn ist um 15 Uhr.
„Landschaften sind oft geprägt von Tälern und Hügeln, Wasser und Bergen, kahlen oder fruchtbaren Stellen – ganz gegensätzlichen Elementen. So ist es auch mit unserer Persönlichkeit, unserer Biografie. Auch wir sind und wurden geprägt von unterschiedlichsten Elementen. Woher wir kommen oder wie wir aufgewachsen sind”, heißt es in Aljukics Text.
Erwin Aljukic (1977) spielte zwischen 1998 und 2011 in der ARD-Vorabendserie Marienhof den EDV-Techniker Frederik Neuhaus, seit 2020 ist er Ensemble-Mitglied der Münchner Kammerspiele. Aljukic, der die Glasknochenkrankheit hat, ist seit 30 Jahren einer der bekanntesten Schauspieler mit Behinderung in Deutschland. Der Sohn bosnischer Einwanderer hat ein Diplom in Modejournalismus, arbeitet als Tänzer und Model, kandidierte im Kommunalwahlkampf 2026 für die Linke, engagiert sich für die Rechte von Menschen mit Behinderung oder einem Migrationshintergrund und als bekennender homosexueller Mann in der LGBTIQ-Community.
Armin Smailovic (*1968) ist ein deutsch-bosnischer Fotograf und Fotojournalist und arbeitet in den Bereichen Dokumentar-, Porträt- und Theaterfotografie. Sein Werk thematisiert häufig Krieg, Gewalt und deren Auswirkungen auf das Individuum. Neben seiner journalistischen Arbeit ist Smailovic auch im Theaterkontext tätig. Seine Projekte bewegen sich an der Schnittstelle von Journalismus, Kunst und Theater. Er lebt in München und Sarajevo.