Bei den Männern unterlag der TSV 1860 München kürzlich den Würzburger Kickers im Endspiel, dennoch könnte es heuer einen bayerischen Pokalsieger aus der Landeshauptstadt geben: Bei den Frauen hat es der SC Amicitia München sensationell - und zum ersten Mal überhaupt - ins Endspiel des BFV-Verbandspokals geschafft. Damit darf der kleine Verein, dessen Frauenmannschaft in der fünftklassigen Landesliga Süd spielt, das diesjährige Finale am Samstag, 13. Juni, um 13 Uhr auf eigener Anlage (Dietrichstraße 11) ausrichten. Der Gegner ist die SpVgg Greuther Fürth.
Die Gäste aus Mittelfranken, die in der drittklassigen Regionalliga Süd 2025/26 den 5. Platz belegt haben, sind auf dem Papier zwar klarer Favorit. Doch der SC Amicitia hat im laufenden Wettbewerb hinlänglich bewiesen, dass ihm die Underdog-Rolle bestens liegt: Mit dem TuS Bad Aibling, dem FC Ruderting, dem FFC Wacker München und dem FC Stern München haben die Moosacherinnen gleich vier (!) höherklassig spielende Mannschaften aus dem Rennen geworfen. Der Lohn: das größte Spiel in der Vereinsgeschichte des ehemaligen Bayernligisten.
Gelingt dem SC Amicitia im „Pokalfinale dahoam” gegen die Fürtherinnen tatsächlich die fünfte Sensation am Stück, würde nicht nur der Pokal einen Ehrenplatz in der Vereinsvitrine bekommen. Es würde im Spätsommer wohl sogar noch ein größerer Name an der Dietrichstraße vorbeischauen - denn der bayerische Pokalsieger qualifiziert sich ebenso wie bei den Männern für den DFB-Pokal 2026/27. Als Siegprämie winken außerdem 500 Euro. Der unterlegene Finalteilnehmer erhält 250 Euro.