Veröffentlicht am 09.04.2026 13:55

Gelegentliche Überstunden sind Normalität

Die meisten Arbeitnehmer wollen den Überstundenausgleich in Freizeit erhalten.  (Foto: hw)
Die meisten Arbeitnehmer wollen den Überstundenausgleich in Freizeit erhalten. (Foto: hw)
Die meisten Arbeitnehmer wollen den Überstundenausgleich in Freizeit erhalten. (Foto: hw)
Die meisten Arbeitnehmer wollen den Überstundenausgleich in Freizeit erhalten. (Foto: hw)
Die meisten Arbeitnehmer wollen den Überstundenausgleich in Freizeit erhalten. (Foto: hw)

Deutsche Beschäftigte leisten eigenen Angaben zufolge im Schnitt 49,5 Überstunden pro Jahr. Das ist das Ergebnis einer aktuellen, repräsentativen Umfrage der Jobbörse jobtensor.com, für die bundesweit 1.056 Beschäftigte zu ihrem Arbeitsaufwand befragt wurden. Demnach leisten die Deutschen rein rechnerisch mehr als eine zusätzliche Arbeitswoche pro Jahr. Hintergrund zu diesem beruflichen Mehraufwand: Bei einem erheblichen Teil der Belegschaften gehören Mehrstunden regelmäßig zum Joballtag. So geben genau die Hälfte der Befragten an, regelmäßig Überstunden zu leisten. Lediglich eine Minderheit der Beschäftigten gibt an, gar keine Mehrarbeit zu leisten. Das jedenfalls antworten gerade einmal 17 Prozent aller Befragten. Sieben von zehn Arbeitnehmer*innen (70 Prozent) arbeiten zudem eigenen Angaben zufolge zumindest gelegentlich über die vertraglich vereinbarte Arbeitszeit hinaus.

Freizeit statt Geld

Ob und wie die zusätzlich geleisteten Stunden ausgeglichen werden, unterscheidet sich je nach Unternehmen. Am häufigsten können Beschäftigte ihre Überstunden durch Freizeitausgleich „abfeiern“: Insgesamt geben 80 Prozent der Befragten an, dass dies bei ihrem aktuellen Arbeitgeber möglich sei. Damit ist die zeitliche Kompensation das primäre Arbeitgebermodell im Umgang mit Mehrarbeit. Deutlich seltener werden Überstunden dagegen finanziell vergütet. Nur gut ein Drittel der Beschäftigten (32 Prozent) berichten von einer Auszahlung der Überstunden. Für die Mehrheit der Beschäftigten (64 Prozent) ist ein solcher finanzieller Ausgleich dagegen nicht mehr als eine Wunschvorstellung. „Überstunden sind für viele Beschäftigte längst Teil der Normalität geworden – unabhängig davon, ob sie dauerhaft oder punktuell anfallen. Sie werden dann bedenklich, wenn sie zur Dauerbelastung werden oder als selbstverständlich gelten. Daher ist es entscheidend, wie Unternehmen mit Mehrarbeit umgehen. Hier gilt die Faustregel: Wer Flexibilität fordert, sollte im Gegenzug auch Verlässlichkeit bieten.

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