Am Sonntag, 19. Juli, erklingt um 9:30 Uhr in der feierlichen Messe zum Patrozinium Gounods berühmte Cäcilienmesse. Die Messe solennelle en l'honneur de Sainte-Cécile (Cäcilienmesse) von Charles Gounod ist ein prunkvolles, 1855 in der Pariser Kirche St. Eustache uraufgeführtes Werk. Sie verbindet orchestrale Klangfülle mit opernhafter Dramatik und intimer Spiritualität. Das Werk ist der heiligen Cäcilia, der Schutzpatronin der Kirchenmusik, gewidmet.
Gounod schuf mit ihr sein bekanntestes geistliches Werk. Sie zeichnet sich durch eine starke Emotionalität aus: Neben feierlichen, kirchenmusikalischen Momenten finden sich zahlreiche melodische Wendungen, die an die französische Grand opéra erinnern. Gounod selbst bewunderte die Vokalpolyphonie der Renaissance (wie die Werke von Palestrina), versetzte diese jedoch mit der harmonischen Raffinesse und Klangschönheit des 19.Jahrhunderts. Wegen der großen Orchesterbesetzung wird das großartige Werk eher selten aufgeführt.
Als Solisten singen Annemarie Pfahler (Staatstheater am Gärtnerplatz), Sopran, Johannes Ganser, Tenor, und Johannes Eder, Bass. Der große Chor St. Margaret und St. Korbinian wird vom Symphonieorchester St. Margaret begleitet. Christian Bischof spielt Orgel, die Leitung hat Stefan Kagl.
Anschließend findet von ca. 11.30 bis 15 Uhr im Festgelände neben der Kirche St. Margaret das Pfarrverbandsfest statt, beidem für das leibliche Wohl ausgiebig gesorgt sein wird.