Die Grünen-Fraktion kritisiert den nach wie vor geringen Frauenanteil im Gemeinderat. Nach der Kommunalwahl sind lediglich sieben von 24 Sitzen weiblich besetzt (33,3 Prozent). Das entspricht einem Anteil von 29,2 Prozent. Im bisherigen Gemeinderat lag der Anteil noch bei 33,3 Prozent.
Besonders deutlich zeige sich das strukturelle Problem im konservativen Lager: „Die CSU stellt weiterhin keine einzige gewählte Frau, und auch insgesamt bleibt die Repräsentation von Frauen deutlich hinter ihrem Anteil in der Bevölkerung zurück” sagt Diana Franke von den Grünen.
Parität sei kein Nebenthema, sondern eine Demokratiefrage. Kommunalpolitik entscheide über zentrale Lebensbereiche: Kitas, Pflege, Mobilität, Wohnen. „Wenn Frauen hier strukturell unterrepräsentiert sind, ist das kein Zufall – sondern ein demokratisches Defizit”, so Franke. Gleichberechtigte politische Teilhabe sei kein erreichtes Ziel, sondern ein fortdauernder Auftrag.
Gilching brauche deshalb künftig paritätisch besetzte Listen, eine gezielte Förderung von Frauen in der Kommunalpolitik und verbindliche Strukturen statt symbolischer Debatten. Denn echte Gleichberechtigung entstehe nicht von allein – sie müsse aktiv hergestellt werden.