Während der Sanierung des Allacher Tunnels wird es keine „Fahrgemeinschaftsspuren” geben. CSU und Freie Wähler im Stadtrat hatten u.a. solche Spuren vorgeschlagen, um den ab 2028 durch die Baumaßnahmen am Tunnel zu erwartenden Einschränkungen für den Verkehr und den höheren Belastungen der umliegenden Gemeinden und Stadtteile zu begegnen.
Für die Anordnung solcher Fahrgemeinschaftsspuren ist in der StVO jedoch keine zulässige Beschilderung vorhanden, erklärte das städt. Mobilitätsreferat. Daher habe man diese Idee bereits im Rahmen des MZM-Projektes „Verkehrsmanagement Sanierung Tunnel Allach“ verworfen.
Zudem habe sich bei der IAA 2021 gezeigt, dass spezielle Fahrstreifen (Blue Lanes) wie damals auf de A 94 nicht funktionieren: Zu viele Autofahrer nutzten diese Streifen falsch, so dass der Verkehrsablauf nicht verbessert, sondern sogar noch verschlechtert wurde. Entscheidend für den Erfolg solcher Sonderspuren seien die klare Beschilderungen sowie eine effektive Kontrolle und Ahndung. „Diese Rahmenbedingungen sind bis zur Sanierung des Allacher Tunnels nicht zu erwarten”, resignierte das Mobilitätsreferat. Die Einrichtung einer Fahrgemeinschaftsspur sei daher nicht sinnvoll.