Am Samstag, 10. Januar, gegen 14.30 Uhr wurde die Münchner Polizei verständigt, dass eine männliche Person mit mehreren Stichverletzungen im Bereich des Oberkörpers in einem Münchner Krankenhaus vorstellig wurde. Daraufhin begaben sich mehrere Polizeistreifen zu dieser Örtlichkeit.
Bei dem Verletzten handelte es sich um einen 34 Jahre alten Polen, der in München wohnhaft ist. Der 34-Jährige befand sich in akuter Lebensgefahr, was entsprechende medizinische Behandlungen und einen stationären Aufenthalt zur Folge hatte. Die Ermittlungen in dieser Sache wurden daraufhin vom Kommissariat 11 übernommen.
Hierbei konnte vom Tatablauf her ermittelt werden, dass sich der 34-Jährige am Samstag, 10. Januar, gegen 13.30 Uhr mit einem 32-jährigen Polen, der ebenfalls in München wohnhaft ist, im Stadtteil Lerchenau getroffen hatte. In der Folge kam es hier zu einer Auseinandersetzung zwischen den beiden Männern, in deren Verlauf dem 34-Jährigen durch den 32-Jährigen mit einem Messer die Stichwunden beigefügt wurden. Der 34-Jährige konnte schließlich auf bislang unbekannte Art und Weise flüchten und anschließend in das Münchner Krankenhaus gelangen.
Gegen den 32-Jährigen wurde daraufhin von der Staatsanwaltschaft München I ein Haftbefehl beantragt, der vom Amtsgericht München erlassen wurde. Im weiteren Verlauf konnte der 32-Jährige durch den Einsatz der Münchner Zielfahndung lokalisiert werden und am Montag, 12. Januar, gegen 18.30 Uhr, durch Polizeibeamte des Unterstützungskommandos widerstandslos festgenommen werden. Er wurde daraufhin in die Haftanstalt des Polizeipräsidiums München überstellt und im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter vorgeführt.
Die Ermittlungen des Kommissariats 11 zu den Hintergründen sowie zum genauen Tatablauf dauern an.