SPD verlangt besseren Hitzeschutz auf dem Bahndeckel

Der Sonne ausgesetzte Spielgeräte auf dem Bahndeckel bei der Pfeuferschule. (Foto: B. Likus)
Der Sonne ausgesetzte Spielgeräte auf dem Bahndeckel bei der Pfeuferschule. (Foto: B. Likus)
Der Sonne ausgesetzte Spielgeräte auf dem Bahndeckel bei der Pfeuferschule. (Foto: B. Likus)
Der Sonne ausgesetzte Spielgeräte auf dem Bahndeckel bei der Pfeuferschule. (Foto: B. Likus)
Der Sonne ausgesetzte Spielgeräte auf dem Bahndeckel bei der Pfeuferschule. (Foto: B. Likus)

Wiederholt hat die SPD im Bezirksausschuss Schwanthalerhöhe einen besseren Hitzeschutz auf dem Platz über den Bahngleisen auf der Grenze zum benachbarten Stadtteil Sendling gefordert. Der im Jahr 2010 eröffnete Platz ist in den heißen Monaten kaum nutzbar und strahlt die Hitze auch ins benachbarte Wohnviertel ab. Nun hat die sozialdemokratische Fraktion einige Sofortmaßnahmen formuliert, um die Situation schnell zu verbessern. Auch wird die Verwaltung aufgefordert dranzubleiben, die Datengrundlage zu vertiefen und auch mittelfristig wirksame Instrumente zu ergreifen. Der Bezirksausschuss hat den Antrag mit der Mehrheit der anderen Fraktionen in seiner jüngsten Sitzung allerdings vertagt.

Die Liste der geforderten Sofortmaßnahmen für den Platz beginnen mit Sonnenschutz über den Spielbereichen. Die SPD schlägt Sonnensegel oder berankte Pergolen vor. Auch schattenspendende Tarnnetze bringt sie ins Spiel. Außerdem will sie überdachte Picknicktische und Sitzbänke. Außerdem rät sie hellen Bodenbelag einzusetzen, der das Sonnenlicht besser reflektiert. Den letzten Punkt hat auch die SPD im Rathaus schon gefordert.

Dabei soll die Verwaltung nicht stehen bleiben, sondern weitere Maßnahmen zur Klimaanpassung ergreifen. So soll die Bepflanzung am Rande des Platzes ausgeweitet werden. Dies soll für nachhaltigen Schatten und Kühlung sorgen. Dazu soll die Temperaturbelastung auf eine wissenschaftlich solide Grundlage gestellt werden. Zusätzlich soll die Belastung mit elektromagnetischer Strahlung („Elektrosmog“) durch die unter dem Platz verlaufenden Oberleitungen der Züge erhoben werden.
Die Fraktionsvorsitzende Ulrike Boesser erklärt das Ansinnen des erneuten Antrags: „Die Klimaerwärmung erfordert zügiges Handeln und Realisierung kleiner, effektiver Maßnahmen zur Steigerung der Hitzeresilienz anstelle von Großprojekten, die bis zur Verbesserung der Stadtfinanzen in der Schublade schlummern.“ Der Ortsvereinsvorsitzende Bernhard Goodwin ordnet ein: „Hitzewellen, wie wir sie in diesem Jahr erleben, betreffen Viertel in der Innenstadt besonders. Dabei sind Kinder und alte Menschen besonders gefährdet. Wir wollen die guten Lebensverhältnisse in der Schwanthalerhöhe erhalten und deswegen müssen wir uns um eine wirksame Anpassung an die Klimaerhitzung kümmern.“

north