Eva Haller gründete 2009 die „Europäische Janusz Korczak Akademie e.V.“ zur Vernetzung jüdischer und nicht-jüdischer Organisationen in München. Besonders engagiert sie sich für geflüchtete Kinder und Jugendliche. Dafür händigte Bayerns Sozialministerin Ulrike Scharf ihr das Bundesverdienstkreuz am Bande aus.
Eva Haller, in Rumänien geboren und in Wien aufgewachsen, studierte Journalismus und Linguistik in New York, Brüssel und Tel Aviv und engagierte sich früh in ehrenamtlicher Jugendarbeit sowie im interreligiösen und interkulturellen Austausch. Nach ihrem Umzug nach München 2006 arbeitete sie zunächst in der Jugend- und Kulturabteilung der Israelitischen Kultusgemeinde, bevor sie 2009 mit Dr. Stanislav Skibinski die „Europäische Janusz Korczak Akademie e.V.“ gründete. Diese Institution widmet sich innovativen Projekten zur Förderung des interkulturellen Dialogs und der Vernetzung jüdischer und nichtjüdischer Organisationen sowie kultureller Einrichtungen in München. Mit Projekten wie „Anatevka – Wir sind angekommen!“ und der Kinderoper „Brundibar“ initiierte Frau Haller bedeutende kulturelle Veranstaltungen, die über künstlerische Aspekte hinaus den transkulturellen Austausch und die Zusammenarbeit förderten und als Zeichen gegen Antisemitismus und Rassismus wirkten.
Besonders hervorzuheben ist ihr Engagement für geflüchtete Kinder und Jugendliche, etwa durch die Gründung von „Youth Bridge München“, das junge Menschen unterschiedlicher Herkunft zu gesellschaftlicher Verantwortung und als Vorbilder für ihre Communities ermutigt. Darüber hinaus engagierte sie sich in verschiedenen caritativen Organisationen, wie „Frauenverein Wizo“, „KKL“, „Keren Hayessod“ u.v.m.
Derzeit ist sie Mitglied des Vorstands des Hauses der Kulturen und Religionen und ebenfalls Vorstandsmitglied im Stadtbund München Frauenverbände. All diese Aktivitäten zeigen Hallers unermüdlichen Einsatz für das Kulturleben Münchens, die Sichtbarmachung jüdischen Lebens und die Förderung eines vorurteilsfreien, interreligiösen und interkulturellen Dialogs auf Augenhöhe. Ihr Wirken steht beispielhaft für couragiertes Engagement gegen Antisemitismus und Rassismus und für die Bewahrung von Menschlichkeit.