Der Historische Verein Erding hat sein Programm für das erste Halbjahr 2026 vorgestellt. In den kommenden sechs Monaten will der Verein Mitglieder und Gäste auf eine spannende Reise durch die Architektur, Kunst und Geschichte der eigenen Heimat mitnehmen – von historischen Gotteshäusern bis hin zu bedeutenden Persönlichkeiten und außergewöhnlichen Kulturstätten.
Das Vereinsjahr beginnt am Samstag, 17. Januar, ab 13 Uhr mit einem Höhepunkt der Kulturgeschichte: dem Besuch des Cuvilliés-Theaters in München, einem der vollständig erhaltenen Rokokotheater Europas, das 1753 bis 1755 erbaut wurde. Hier wurde auch Mozarts „Idomeneo” zum ersten Mal aufgeführt. Der Besuch des Theaters verspricht „eine faszinierende Zeitreise in die Welt der höfischen Kunst”, kündigt der Historische Verein an. Im Anschluss gibt es die seltene Gelegenheit, einen Blick hinter die Kulissen des Nationaltheaters zu werfen und mehr über die aufwendige Arbeit zu erfahren, die vor dem berühmten „Vorhang auf!” stattfindet.
In der ersten Monatssitzung am Montag, 19. Januar, um 19.30 Uhr im Erdinger Weißbräu (Lange Zeile 1-3) widmen sich die Erdinger Historiker dann Königin Marie von Bayern, die nicht nur die Mutter des „Märchenkönigs” Ludwig II., sondern auch eine der ersten Alpinistinnen war. Bereits in den 1850er-Jahren bestieg sie Gipfel zwischen Karwendel und den Allgäuer Alpen - und setzte damit ein bedeutendes Zeichen für den Alpinismus. Der Vortrag von Manfred Hummel beleuchtet die frühe Alpinismushistorie sowie die gesellschaftlichen Herausforderungen, denen Frauen in jener Zeit gegenüberstanden.
„Geschichte ist kein stiller Archivraum, sondern ein lebendiges Feld von Entdeckungen“, sagt der Zweite Vorsitzende des Historischen Vereins Erding, Christian L. Numberger: „Wir laden Sie ein, diese Wege mit uns zu gehen – staunend, lernend und mit Freude an der Kultur, die uns umgibt.” Das ausführliche Programm finden Interessierte im Internet unter www.historischer-verein-erding.de.