Veröffentlicht am 10.09.2026 11:42

Listenplatz getauscht: Olympiapark macht großen Schritt auf dem Weg zum Welterbe-Status

Mit seiner einzigartigen Architektur, den Sportstätten und den Grünflächen bewirbt sich der Olympiapark um den Titel Welterbe der UNESCO. (Foto: mha)
Mit seiner einzigartigen Architektur, den Sportstätten und den Grünflächen bewirbt sich der Olympiapark um den Titel Welterbe der UNESCO. (Foto: mha)
Mit seiner einzigartigen Architektur, den Sportstätten und den Grünflächen bewirbt sich der Olympiapark um den Titel Welterbe der UNESCO. (Foto: mha)
Mit seiner einzigartigen Architektur, den Sportstätten und den Grünflächen bewirbt sich der Olympiapark um den Titel Welterbe der UNESCO. (Foto: mha)
Mit seiner einzigartigen Architektur, den Sportstätten und den Grünflächen bewirbt sich der Olympiapark um den Titel Welterbe der UNESCO. (Foto: mha)

Im Juli 2025 wurden die Königsschlösser Ludwigs II. – Neuschwanstein, Linderhof mit dem Schachenhaus und Herrenchiemsee – in die Liste des Welterbes der UNESCO aufgenommen. Aktuell wird an der Bewerbung für den Olympiapark als weitere Welterbestätte in Bayern gearbeitet. Es würde die zwölfte sein.

Platz mit Garmisch-Patenkirchen getauscht

Auf seinem Weg zum Welterbetitel hat der Olympiapark jetzt einen wichtigen Meilenstein passiert: Durch einen Platztausch auf der Vorschlagsliste (der sogenannten „Tentativliste”) mit dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen kann die Bewerbung für den Olympiapark um fünf Jahre früher eingereicht werden als bislang geplant. Eine Entscheidung der UNESCO ist nach aktuellem Stand ab dem Jahr 2033 zu erwarten.
Die Landeshauptstadt München treibt die Erstellung der Unterlagen für die Bewerbung seit 2024 kontinuierlich voran und bindet hierzu auch die Bürger ein. Als nächster Schritt steht das Vorprüfungsverfahren („preliminary assessment“) an, nach dessen erfolgreichem Durchlaufen dann der endgültige Antrag eingereicht werden kann.

„Lebendige Zeugen ihrer Zeit”

„Im Namen der Landeshauptstadt München bedanke mich herzlich beim Landkreis Garmisch-Partenkirchen und beim Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst für die Ermöglichung des Platztauschs auf der Tentativliste. Damit sind wir einen großen Schritt weiter”, sagt Stadtbaurätin Elisabeth Merk: „Der Olympiapark und seine Sportstätten sind ein einzigartiges und erhaltenswertes architektonisches und landschaftsplanerisches Gesamtkunstwerk – lebendige Zeugen ihrer Zeit. Als eine der wenigen Sportstätten weltweit steht der Olympiapark nach seiner Nutzung für die Olympischen Spiele 1972 als vielfältiger und wandelbarer Ort für Sport, Kultur und Erholung der Stadtgesellschaft zur Verfügung.” Und sie ergänzt: „Ich freue mich sehr über die einmalige Chance, Olympische Spiele in einer Welterbestätte stattfinden zu lassen – sofern München den Zuschlag erhält.“

Vorgehen mit Ministerium abgestimmt

Der Landkreis Garmisch-Partenkirchen kommt dem Wunsch der Landeshauptstadt München gerne nach, die Listenplätze zu tauschen. Der Landkreis sieht momentan keinen Handlungsbedarf, seine Bewerbung „Alpine und voralpine Wiesen-, Weide- und Moorlandschaften” erneut zu forcieren.
Die Landeshauptstadt München und der Landkreis Garmisch-Partenkirchen haben ihr Vorgehen mit dem für das UNESCO-Welterbe zuständigen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst abgestimmt. „Als Münchner Kindl ist der Olympiapark für mich ein Stück Heimat – und zugleich ein Stück Weltgeschichte. Er steht wie kaum ein anderer Ort für Weltoffenheit, Leichtigkeit und das moderne Bayern”, sagt Markus Blume, Staatsminister für Wissenschaft und Kunst: „Umso mehr freut es mich, dass seine Bewerbung um den UNESCO-Welterbetitel jetzt deutlich schneller vorankommen kann. Mein herzlicher Dank gilt dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen für dieses partnerschaftliche Entgegenkommen. Das zeigt: Bayern hat herausragende Kandidaten für das Welterbe – und wir bringen sie gemeinsam voran.” Garmisch-Patenkirchen kann seine Bewerbung ab 2038 einreichen.

Infos am Sonntag

Die Aktion „Welterbe Olympiapark e.V.” bietet am Sonntag, 13. September, zum Tag des offenen Denkmals ein vielseitiges Programm an verschiedenen Orten auf dem Olympiagelände ein. Unter anderem ist von 11 bis 18 Uhr ein Infokiosk zur Welterbe-Nominierung im ehemaligen Kassenhaus bei der Hanns-Braun-Brücke eingerichtet. Dort werden Fragen beantwortet und Informationsbroschüren verteilt. Stadtbaurätin Elisabeth Merk nimmt von 16.00 bis 17.30 Uhr an einer Podiumsdiskussion zum Thema „Die Zukunft des Olympiaparks – Welterbe und Vision“ im Restaurant Coubertin im Olympiapark teil. Weitere Programmpunkte sind unter der Adresse welterbe-olympiapark.de zu finden.

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