Bürgermeister Dominik Krause hat kürzlich mit Baureferentin Jeanne-Marie Ehbauer und der Regierungsvizepräsidentin von Oberbayern, Friederike Fuchs, den symbolischen Spatenstich für den Umbau des Willy-Brandt-Platzes gesetzt. Der zentrale Platz der Messestadt Riem, der bislang vollständig versiegelt ist, wird zu einem klimaangepassten, barrierefreien und attraktiven Aufenthaltsort mit vielfältiger Grünausstattung umgebaut. Grundlage der Planung sind Anregungen und Ideen aus der Bürgerschaft vor Ort.
„Der Willy-Brandt-Platz ist immer ein Fremdkörper geblieben in der Messestadt, obwohl er so prominent und zentral gelegen ist – und doppelt so groß wie der Marienplatz! Die Menschen haben ihn einfach nicht angenommen, weil er nicht einladend war. Das ändern wir nun”, erklärt Bürgermeister Dominik Krause: „Wir schaffen einen Platz, der seinem herausragenden Namensgeber endlich gerecht wird. Aus einer versiegelten Steinwüste wird ein grüner Treffpunkt in der Messestadt.”
Bereits seit Januar wurden auf der Platzfläche vorbereitende Maßnahmen durchgeführt. Nun hat das Baureferat mit den Arbeiten an der Platzfläche begonnen. Dabei pflanzt das Baureferat insgesamt 98 neue, große Bäume, die optimale Wachstumsbedingungen erhalten. Ein vielfältig bepflanztes Wildstaudenmeer ergänzt die Neupflanzungen. Es sorgt für biologische Vielfalt, lebendige Farben und wertvollen Lebensraum für Insekten. Der neue Willy-Brandt-Platz erhält abermals eine große, bodenbündige Brunnenfläche mit 44 Wasserfontänen.
Ab 2027 erfolgt die Bepflanzung und Entwicklung der Grünflächen einschließlich der neuen Bäume sowie der neuen Aufenthalts- und Aktionsbereiche. Diese Arbeiten will das Baureferat voraussichtlich bis Frühjahr 2028 abschließen. Der Willy-Brandt-Platz bleibt während der gesamten Bauzeit durchgehend überquerbar.
Ein Schwerpunkt der Umgestaltung liegt nach Angaben der Stadt München auf der Verbesserung der Barrierefreiheit: Wegeführungen und Querungen werden neu geordnet und mit barrierefreien Belägen ausgestattet für eine komfortable Nutzung des Platzes. Der Bau der Wege in der Platzmitte durch das zukünftige Wildstaudenmeer soll bis Ende 2027 erfolgen.
Die vom Münchner Stadtrat genehmigten Projektkosten liegen bei 18,6 Millionen Euro. Das Projekt wird zu knapp 50 Prozent aus Förderprogrammen refinanziert, unter anderem aus dem Programm „Nationale Klimaschutzinitiative“ für das Verbreitern des bestehenden Radwegs sowie über das bayerische Städtebauförderungsprogramm mit Mitteln des Freistaats in Höhe von über 6,6 Millionen Euro.