Erfahren Sie bei einer Abendführung im Museum Erding, mit Doris Bauer, Wissenswertes und Details zum Wirken der erfolgreichen Glockengießer-Familien Bachmair und Czudnochowsky und dem komplizierten Herstellungsprozess einer Glocke.
Über 8.000 Glocken wurden von 1850 bis 1971 in Erding gegossen und läuten teilweise noch heute auf allen Kontinenten. Drei Generationen der Bachmairs begründeten den Ruhm der Erdinger Glockengießerei. Für das Franziskanerkloster in Nazareth wurde 1873 von Josef Bachmair d. Ä. (1823-1873) eine 500 kg schwere Ave-Maria-Glocke in Erding gegossen. Weltweiten Ruhm erlangte die Erdinger Glockengießerei unter Karl Czudnochowsky (1900-1977) nach dem Zweiten Weltkrieg. Er schuf gewaltige Geläute und Einzelglocken, so z. B. 1955-58 das Geläut für die Klosterkirche Montserrat bei Barcelona, das insgesamt schwerste Geläut, das je in Erding gegossen wurde. Auch die Jubiläumsglocke der Stadt München aus dem Jahr 1958 mit rund 7 Tonnen Gewicht stammt aus Erding. Sie hängt im „Alten Peter“ in München. Über 7000 Glocken stammen allein aus seiner Zeit als Glockengießermeister in Erding.
Mittwoch, 28. Januar, 19 Uhr, Museum Erding. Eine Anmeldung ist nicht erforderlich. Der Eintritt ins Museum ist frei. Die Führung kostet pro Person 4 Euro (ermäßigt, mit Ehrenamtskarte 2 Euro).