Mit Beginn der warmen Jahreszeit beginnt die intensive Bau- und Sanierungssaison auf den Autobahnen; Fahrbahnbeläge und Brücken müssen erneuert werden. Das zieht nicht nur oftmals lange Staus nach sich, sondern auch erhöhte Unfallzahlen. In Baustellenbereichen kommt es häufig zu Auffahrunfällen, riskanten Spurwechseln und gefährlichen Situationen durch fehlenden Abstand oder zu hohe Geschwindigkeiten. Wer das Tempolimit einhält, ausreichend Sicherheitsabstand wahrt und frühzeitig eine Rettungsgasse bildet, leistet einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit und schützt sich sowie andere Verkehrsteilnehmer.
Der Automobilclub KS e.V. appelliert, „vor sowie im direkten Bereich von Baustellen immer mit höchster Aufmerksamkeit zu fahren und die Beschilderungen zu beachten”, sagt Isabella Finsterwalder, Pressesprecherin des Clubs. Bereits weit vor der eigentlichen Baustelle, wo schrittweise das Tempo des gesamten Verkehrs gedrosselt wird und die Fahrzeuge von beispielsweise drei auf zwei Spuren zusammengeführt werden, heißt es, aufzupassen. Beim Reißverschlussverfahren gilt es, immer den endenden Fahrstreifen bis kurz vor der Verengung zu befahren und sich erst dort abwechselnd einzuordnen. „Ein zu frühes Einscheren dagegen führt nachweislich zu längeren Rückstaus”, erklärt Finsterwalder das Reißverschlussverfahren.
Entlang der Baustellen-Bereiche gelten häufig Tempolimits von 80 oder 60 km/h. Diese sind verbindlich, auch wenn subjektiv kein unmittelbares Hindernis erkennbar ist. So sind die Fahrbahnen entlang der Baustellen schmaler, Fahrbahnmarkierungen verlaufen ungewohnt und es besteht erhöhte Gefahr aufgrund von plötzlichen Bremsmanövern oder Spurwechseln.
Da es durch unzureichenden Abstand zu Auffahrunfällen mit oft schwerwiegenden Folgen kommen kann, muss der vorgeschriebene Mindestabstand eingehalten werden, also als Faustregel der halbe Tachowert in Metern.