Seit 13. Januar ist Tempo-30 auf der Schnellstraße Landshuter Allee in München wieder aufgehoben. Der Automobilclub Mobil in Deutschland e.V. begrüßt die Rückkehr zu Tempo 50 auf der wichtigsten Verkehrsachse der Stadt. Für 150.000 Autofahrer täglich am Mittleren Ring bedeute dies spürbare Entlastung und mehr Verkehrsfluss.
Die streckenbezogene Tempo-30-Maßnahme war eingeführt worden, um ein pauschales Fahrverbot für alle Diesel-5-Fahrzeuge zu verhindern. Dieses Ziel wurde erreicht. Gleichzeitig zeigen die aktuellen Messwerte sowie eine gutachterliche Prognose eindeutig, dass die Stickstoffdioxid-Grenzwerte auch bei Tempo 50 eingehalten werden. Die CSU/FW-Fraktion im Münchner Stadtrat hatte daraufhin einen entsprechenden Antrag eingebracht und die Rückkehr zu Tempo 50 gefordert.
Der Mittlere Ring hat eine zentrale Funktion für den Verkehr in der Stadt. Gerade dort, so Mobil in Deutschland, seien leistungsfähige und verlässliche Rahmenbedingungen entscheidend, um Staus zu vermeiden und Ausweichverkehr durch Wohngebiete zu verhindern.
Der Club sieht in der Aufhebung von Tempo 30 ein Beispiel dafür, wie verkehrspolitische Maßnahmen sachlich überprüft und angepasst werden können. Gleichzeitig weist er darauf hin, dass in der Verkehrspolitik in München weiterhin großer Handlungsbedarf bestehe. Insbesondere bei der Koordination von Baustellen, der Reduzierung von Stau und der Sicherstellung eines funktionierenden Verkehrsflusses. „Gerade bei Verkehrsfluss, Parkplätzen und bei Baustellen gibt es in München erheblichen Handlungsbedarf. Hier braucht es keine ideologische Symbolpolitik, sondern funktionierende Lösungen und zwar zügig“, so Michael Haberland, Präsident von Mobil in Deutschland. „Genau diese Herangehensweise wünschen wir uns auch bei anderen drängenden Verkehrsthemen in München.“