An der Meindlstraße, die direkt zum Harras führt, errichtet die Münchner Wohnen ein besonderes Gebäude: Auf einer bisher unbebauten Fläche hinter dem städtischen Bürogebäude mit der Nummer 12, zwischen Meindlstraße und der Bahnlinie, hat die Wohnungsbaugesellschaft der Landeshauptstadt mit dem Bau einer Mehrgenerationen-Wohnanlage begonnen. Diese wird neben 68 neuen Wohnungen auch ein Alten- und Servicezentrum umfassen, das von einem externen Träger betrieben werden wird. Die Münchner Wohnen rechnet mit einer Fertigstellung der Anlage bis Ende 2028.
75 Prozent dieser Wohnungen in dem L-förmigen Gebäude werden an Senioren vermietet, 25 Prozent an Familien. Ziel ist es, den Austausch zwischen Jung und Alt zu fördern, gegenseitige Unterstützung im Alltag zu ermöglichen und soziale Kontakte zu stärken. Es soll eine lebendige Gemeinschaft entstehen, von der sowohl die Familien als auch die älteren Bewohner profitieren. Die Architektur fördert dieses Zusammenleben: Teilweise werden jeweils drei Wohnungen zu einer Wohneinheit mit gemeinsamem Aufenthaltsraum zusammengefasst. Einige jeweils benachbarte Wohnungen sind in der Größe flexibel, indem ein Zimmer der einen oder der anderen Wohnung zugeordnet werden kann - je nach Bedarf.
Das sechsstöckige Haus ist ab dem ersten Obergeschoss in Holz-Hybrid-Bauweise geplant und wird eine begrünte Holzfassade erhalten. Auf dem Gebäude entsteht ein extensiv begrüntes Biodiversitätsdach,auch eine Photovoltaikanlage wird installiert. Der energetische Standard liegt beim Effizienzhausstandard EH 40.
„Das Projekt in der Meindlstraße zeigt, wie zeitgemäßer sozialer Wohnungsbau aussehen kann”, sagt Jörg Franzen, Vorsitzender der Geschäftsführung der Münchner Wohnen. „Die Wohnanlage vereint Aspekte, die für die Zukunft des Wohnens prägend sind: Nachhaltigkeit, Gemeinschaft und generationenübergreifendes Zusammenleben. Hier entstehen unter einem Dach nicht nur Wohnungen, sondern Begegnungsräume und Angebote für unterschiedliche Lebensphasen.”