Der Markt für freistehende Einfamilienhäuser im Großraum München hat sich zuletzt weitgehend preislich stabil entwickelt. Im Vergleich zum Herbst 2025 haben sich die Kaufpreise im Frühjahr 2026 nur noch geringfügig verändert. Das teilt das IVD-Marktforschungsinstitut mit.
Eine etwas höhere Preiszunahme verzeichnete nur die Kreisstadt Erding mit einem Plus von 3,1 %, gefolgt von Fürstenfeldbruck mit +1,7 %. In Ebersberg wurde hingegen ein leichter Preisrückgang von -1,5% registriert. „In München sowie in den Kreisstädten Dachau, Freising und Starnberg blieben die Kaufpreise gegenüber dem Herbst 2025 nahezu unverändert“, erklärt Stephan Kippes, Leiter des IVD-Instituts.
Die anhaltend schwache Konjunktur belastet weiterhin die Investitionsbereitschaft privater Haushalte und wirkt sich entsprechend auf die Nachfrage nach selbstgenutztem Wohneigentum aus. Gleichzeitig haben geopolitische Unsicherheiten und steigende Energie- sowie Rohstoffpreise den Inflationsdruck zuletzt wieder erhöht. In der Folge zogen auch die langfristigen Bauzinsen leicht an. Die Finanzierung von Wohneigentum bleibt damit weiterhin anspruchsvoll.
Dennoch bleibt die Nachfrage nach freistehenden Einfamilienhäusern im Münchner Umland grundsätzlich intakt. Kaufinteressenten agieren deutlich selektiver und legen verstärkt Wert auf ein gutes Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die langfristige Finanzierbarkeit einer Immobilie. Besonders gefragt sind weiterhin Einfamilienhäuser in guten Wohnlagen, die über eine zeitgemäße energetische Ausstattung verfügen und keinen größeren Modernisierungsbedarf aufweisen.