Die Dachbox aufs Auto und ab in den Urlaub? Leider kommt es dabei immer wieder zu schweren Unfällen. Mal ist die Box falsch beladen, mal unzureichend befestigt. Besonders groß ist die Gefahr, wenn sie sich aus der Verankerung löst und auf die Straße kracht. Sicherheit sollte also immer an erster Stelle stehen, wenn es um diesen zusätzlichen Stauraum für das Urlaubsgepäck geht.
„Eine Dachbox ist eine Veränderung am Fahrzeug, die die Fahreigenschaften beeinflusst”, sagt Roland Richter, Verkehrsexperte bei der R+V Versicherung. Vor allem in Kurven oder bei Seitenwind kann sich der Schwerpunkt des Fahrzeugs verlagern. Auch der Bremsweg ist durch das zusätzliche Gewicht länger.
Ob neu, gebraucht oder geliehen: Größe und Gewicht der Box müssen zum Fahrzeug passen. Zudem sollte sich die Heckklappe problemlos öffnen lassen. Für das Gewicht ist die maximal zulässige Dachlast entscheidend. Diese steht in der Bedienungsanleitung des Autos und liegt meist zwischen 50 bis 100 Kilogramm. „Wichtig ist, das Eigengewicht der Box und des Lastenträgers mit einzurechnen“, erklärt Experte Richter.
Für die Beladung gilt: Die Hälfte des Gewichts ist am besten im mittleren Teil der Box aufgehoben, der Rest gleichmäßig vorn und hinten verteilt. „Weiche Teile wie Decken oder Kleidungsstücke können gut als Puffer im vorderen Bereich dienen“, meint Richter. Das Gepäck sollte im Inneren der Box mit Gurten festgezurrt werden, damit es nicht verrutscht oder herausfliegt.
Kracht die Box während der Fahrt auf die Straße und beschädigt ein anderes Fahrzeug, ist der Schaden über die Kfz-Haftpflichtversicherung abgedeckt. Das gilt auch dann, wenn Gegenstände aus der Box auf die Straße fallen und Schäden verursachen. Verkehrsexperten empfehlen aus Sicherheitsgründen, mit der zusätzlichen Last nicht schneller als 130 Stundenkilometer zu fahren. Die Box sollte ebenso wie die Träger vor Fahrtantritt auf Beschädigungen oder Verschleiß geprüft werden.